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[Tipp] Wie justiere ich mein Druckbett
#1
Hallo,

da ich immer wieder gefragt werde wie ich mein Druckbett so genau justiere mal hier die Anleitung.

Ich gehe dazu in zwei Schritten vor.

Vor dem Justieren muß das Hotend auf betriebstemeratur aufgeheizt werden, da sonst festklebende Filametreste und die Wärmeausdehnung des Htends die EInstellung verfälschen.

1. Ich stelle das Druckbett an allen 4 Ecken mit einem Stück 80g-Papier, oder mit einer 0,05mm Fühlerleere so ein, daß man das Papier mit etwas Wiederstand unter der Düse noch schieben kann, oder die Fühlerleere gerade noch unter der Düse durchgeschoben werden kann. Das mache ich in der Regel drei mal rundum, da sich die Korrekturen einer Ecke auch auf die anderen auswirken und mit jeder Runde der gegensetige Einfluß geringer wird.

2. Ich drucke eine Testwürfel und stelle den Skirt so weiträumig ein, daß das Bett großflächig mehrfach umrundet wird. So kann ich dann auch noch eine sehr genaue Feinfustirung während der Skirt gedruckt wird an den Stellschrauben vornehmen und erkenne dazu auch die kleinsten Verwerfungen des Betts.

Das sieht bei meinem großen Drucker mit dem 400 x 400 mm Druckbereich so aus.

[Bild: http://up.picr.de/23339687sy.jpg]

Auf diese Weise kann ich bei meinem großen Drucker trotz Bettauflage dieses für eine erste Layerhöhe von 0,1mm justieren. Ohne Bettauflage ist eine Höhe von weniger als 0,05mm möglich, vorausgesetzt man hat gerichtetes und sehr stabiles Bett.
Das funktioniert aber ebenso bei allen meinen anderen Druckern und solange ich nicht daran herumschraube bleibt es auch so.

Gruß Edwin
 
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#2
Danke Edwin.

Ein kleiner zusatz für Benutzer mit einseitig aufgehängten Bett und plastikarme ohne Verstärkung (z.b. original ctc):

Hier auch das Bett auf gewünschte Bett Temperatur mit der man später drucken will aufheizen.

Und ja, für die Füchse unter euch, beim Wechsel von pla auf Abs und umgekehrt muss man dann neu justieren (die Vorderseite).
Achtung
Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
 
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#3
Ich hab ne Glasplatte drauf und mit 2 Wäscheklammerfedern vorne rechts und hinten links befestigt.
2 Federn deshalb, weil die Aluplatte verzogen ist. Wenn ich mit 4 Federn befestige, habe ich ja wieder ne krumme Platte, richtig?
Problem ist nur, an den 4 Ecken kann es ja 100% passen aber in der Mitte ist der Extruder zu tief, schleift praktisch an der Platte.
Whats the Problem? Oder Normal?
 
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#4
Hi Skorpi,

das Problem ist einfach, daß man auch Glaspallten in gewissem Rahmen verbiegen kann und das ist Dein Problem. Auch mit zwei Klammern zwingst Du Die Glasplatte in eine Biegung. Dazu kommt, daß normale Glasplatten nicht immer so eben sind wie man es glauben möchte.

Da hilft nur die Aluplatte besser ausrichten/gerade biegen.... Confused

Gruß Edwin
 
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#5
Denke aufkleben wäre hier die Lösung, weil der Kleber würde das ausgleichen.
Nur was nimmt man da für ein Kleber der Wärme leitet?
 
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#6
Ich habe etwas verdünnten Weißleim verwendet und das ganze nur mit einer wirklich ebenen Platte beschwert. Dann mehrere Stunden in Ettappen von 40°C ausgehend hochgeheizt. Das bekommt man später wieder ab.

Du kannst das aber auch mit manchen Wärmeleitpasten machen. Du solltest aber in jeden Fall etwas verwenden das Du wieder abbekommst.
 
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#7
Zahnpasta mal jemand getestet? Big Grin
Wird ja auch fest und leitet wärme, hab ich mal bei PC Freaks gehört.
 
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#8
Nee, das hat hier noch niemand getestet, aber Du darfst es gerne Versuchen und Berichten.

Zumindest wird Dein Drucker dann frisch riechen........ Big Grin Big Grin Big Grin
 
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#9
Und mit perlweiss geht auch der Belag runter. Big Grin Big Grin Big Grin
Achtung
Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
 
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#10
Also ich würde am Druckbett garnichts kleben...

Vermutlich gehen viele verbogene Druckplatten auf das Konto verklebter und verschraubter Teile. Beim Verkleben / Verschrauben von Materialien mit verschiedenen Temperaturausdehnungskoeffizienten passiert das Gleiche, wie beim Bimetall. Da wendet man das ja auch gezielt an. Die Ränder der Platte werden sich in Richtung des Materials mit geringerer Wärmeausdehnung biegen.

Das ist mir auch schon beim Ausdruck von ABS auf eine geprimerte Glasplatte passiert. Beim Abkühlen zog sich das ABS stärker zusammen, als die Glasplatte. Die Glasplatte hat sich gebogen (Ränder nach oben), bis sie brach, weil durch den Glasprimer die Haftung zu stark war.

Ich denke das Beste ist es, die Heizplatte über die Drucktischfedern schwimmend zu lagern. Zwischen Druckplatte und Heizplatte kann Wärmeleitpaste geschmiert werden. Dann kann sich durch unterschiedliche Ausdehnung nichts verziehen.

Man sollte dann aber die Federn unterfüttern, damit man sich keine Leiterbahnen aufscheuert.

Apropos Heizplatte... Ich werde irgendwann mal probieren, die Heizung von unten mit einem Gemisch aus Microballoons (winzig kleine Glashohlkügelchen, schaut fast aus, wie Salz, nur feiner) und säurefreiem Silikon zu unterkleben, das müßte doch die Wärme ganz gut isolieren. Da die Microballoons aus Glas sind, und Silikon auch recht wärmebeständig ist, dürfte das Ganzeauch gut halten. Lediglich den Thermistor und Spannungsteilerwiderstand sollte man zugänglich lassen, falls man da nochmal ran müßte.

Die Microballoons werden sonst hauptsächlich im Flugzeugmodellbau eingesetzt, um die Kunstharze leichter zu machen. Oder auch Carom-Spieler verwenden das als 'Gleitpulver', da rollen die Spielsteine auf den Kugeln. Fast wie auf einem Luftkissen. Smile
 
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