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CTC erweiterte Optimierung
#31
wenn du die spindel oben lagerst musst zwischen spindel und motor eigentlich ne flexible kupplung einbauen oder den motor so befestigen, dass er sich in X und Y bewegen kann, nicht aber in Z und sich auch nicht verdrehen kann. wenn die wellen fest sind dürfte es keine Probleme geben, wenn die spindel oben nicht gelagert ist. Da der Z-Motor aber festgeschraubt und mit der Spindel fest verbunden ist kann eine Lagerung oben dann aber auch genau das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirken, nämlich einen leichten wobbel.
Anders sähe es mit präzisionsspindeln aus, die im ctc aber definitiv nicht verbaut sind.
Gruß
Markus
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#32
Ja, ein Pendelkugellager oben täte es auch. Wink
Achtung
Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
 
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#33
(18.05.2016, 22:13)Plastikprint schrieb: wenn du die spindel oben lagerst musst zwischen spindel und motor eigentlich ne flexible kupplung einbauen oder den motor so befestigen, dass er sich in X und Y bewegen kann, nicht aber in Z und sich auch nicht verdrehen kann. wenn die wellen fest sind dürfte es keine Probleme geben, wenn die spindel oben nicht gelagert ist. Da der Z-Motor aber festgeschraubt und mit der Spindel fest verbunden ist kann eine Lagerung oben dann aber auch genau das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirken, nämlich einen leichten wobbel.
Anders sähe es mit präzisionsspindeln aus, die im ctc aber definitiv nicht verbaut sind.

Ja klar, eigentlich dürfte es keine Probleme geben wenn die Spindel oben nicht gelagert ist. Wenn alles steif genug ist. Und das ist das dünne Sperrholz der Platform eben nicht. Eigentlich sollte die Spindel auch gerade sein, abgesehen von Fertigungstoleranzen, weil Spindel und Motorwelle ja ein Teil sind.

Was ich nicht verstehe ist warum eine Lagerung oben dann den Wobbel verschlimmern soll. Ich bin halt kein Mechanik-Mensch, aber ich sehe die Logik dahinter einfach nicht. Die Spindel geht durch die Mutter. Also je nachdem wie weit der Tisch nun oben ist wirkt diese ja quasi wie ein Lager. Ohne Lager am Ende wirkt jegliche Krümmung der Spindel direkt auf diese Mutter (Die zudem noch noch aus Bronze ist, also dadurch vermutlich noch schneller verschleißt).

Mal angenommen, als überspitztes Beispiel: Die Spindel eiert oben 5mm rund um deren Mittelachse herum. Ebenfalls zur Illustration mal angenommen die Mutter in der Platform kann das obere Ende fast erreichen. Dann wirkt ja die gesamte Kraft durch die eiernde Spindel auf die Mutter alleine. Wenn nun aber die Spindel oben gelagert ist, krümmt sich diese ja weniger über den Rest der Länge, und wirkt damit auch weniger auf die Mutter ein.

Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? Ich meine, ich habe es ja bei mir gesehen das es geholfen hat.

Wie gesagt, ich bin kein Mechanik-Experte, daher würde ich gerne verstehen wo das Problem sein soll.

Und bezüglich Präzisionsspindeln.... Ich kann ja mal Bilder posten von Spindeln die wir von IGUS bekommen haben. Banane mit Gewinde Tongue

Grüße,

Chris
 
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#34
Das ist ganz einfach zu erklären und dazu muss man verstehen was Z-Wobbel in der Ursache ist.

Z-Wobbel ist ein reiner Steigungsfehler dessen Problematik sich in unterschiedlicher Materialverdrängung zeigt und hat immer das Muster des Steigungsabstands (beim CTC 8mm).

Gehen wir von folgenden Dingen aus:
- die Chinaspindel ist krumm
- das Gewinde ist auf die krumme Spindel (leider) richtig geschnitten.

Wenn die jetzt eingebaut ist, eiert sie natürlich. Das ist aber nicht das Problem da sie innerhalb ihrer Biegung sauber steigt und durch das ausrichten kompensiert.

Angenommen du zwingst das Ende jetzt in einen starren Punkt. Dann ist die Spindel immer noch krumm, kann oben aber nicht mehr schlagen - sie macht das also woanders, sie wird ja jetzt nicht plötzlich gerade (was noch schlechter wäre).

Das erzeugt eine Verklemmung und somit einen umlaufenden Steigungsfehler - sie war ja von vornherein nicht dafür ausgelegt, "gerade" zu laufen.
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#35
Zitat:Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Jap, hast du.
wenn die spindel oben nicht gelagert ist kann sie sich über die gesamte länge in Richtung Mittelachse "biegen" und oben frei schwingen, wo sie hin will. Da treten recht geringe Seitenkräfte bei auf.
Ist sie oben fest, hast du quasi ne Banane, die mit wesentlich höherer Kraft versucht, den Tisch von der Biegung wegzudrücken um sich Platz zu schaffen.
Je nach dem wie stark die Kraft ist kann die Spindel so ggf. auch noch die Linearwellen der Z-Einheit 1-2 Zehntel in jede Richtung biegen.
Hört sich net viel an, aber zusammen mit ca. 1 Zehntel Lagerspiel in den Linearführungen hast dann pro Umdrehung bis zu einem halben Millimeter, den sich der Tisch in jede richtung bewegen kann. Das ist mehr als der Düsendurchmesser.
Lässt du sie oben los kommt bestenfalls das Lagerspiel der Linearlager zum tragen.

Ach ja, dass die Linearwellen oben und unten vernünftig befestigt sind sollte sich von selbst verstehen.
Wenn Spiel in den Aufnahmen ist druckt euch neue, die Bohrung etwas kleiner und fahrt einmal vorsichtig mit einem 8-er Bohrer durch. Normalerweise sollten die Wellen dann satt bis etwas schwer rein gehen.

Zitat:Ich meine, ich habe es ja bei mir gesehen das es geholfen hat.
Reiner Zufall. Möglicherweise war deine Spindel recht grade und die Führungen etwas locker oder haben viel Spiel. In dem Fall führst jetzt die Spindel den Tisch, da sich durch ganz leichtes Verspannen das Spiel in den Linearführungen eleminiert hat.

Der Begriff "Steigungsfehler" ist hier übrigens fehl am Platz. Ein Steigungsfehler ist eine Fertigungsungenauigkeit. Wenn eine Spindel eine Steigung von 1mm hat, muss sich die Mutter bei 100 Umdrehungen auch 100mm bewegen. Bewegt sie sich nur 98mm oder 102mm sind die 2mm Abweichung in beiden Fällen der Steigungsfehler.
Richtig erklärt, alex, aber falscher Begriff - auch wenn er in dem Zusammenhang oft genutzt wird.
Gruß
Markus
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#36
(18.05.2016, 22:49)paradroid schrieb: Das ist ganz einfach zu erklären und dazu muss man verstehen was Z-Wobbel in der Ursache ist.

Z-Wobbel ist ein reiner Steigungsfehler dessen Problematik sich in unterschiedlicher Materialverdrängung zeigt und hat immer das Muster des Steigungsabstands (beim CTC 8mm).

Gehen wir von folgenden Dingen aus:
- die Chinaspindel ist krumm
- das Gewinde ist auf die krumme Spindel (leider) richtig geschnitten.

Wenn die jetzt eingebaut ist, eiert sie natürlich. Das ist aber nicht das Problem da sie innerhalb ihrer Biegung sauber steigt und durch das ausrichten kompensiert.

Angenommen du zwingst das Ende jetzt in einen starren Punkt. Dann ist die Spindel immer noch krumm, kann oben aber nicht mehr schlagen - sie macht das also woanders, sie wird ja jetzt nicht plötzlich gerade (was noch schlechter wäre).

Das erzeugt eine Verklemmung und somit einen umlaufenden Steigungsfehler - sie war ja von vornherein nicht dafür ausgelegt, "gerade" zu laufen.

Aber den starren Punkt habe ich ja letztendlich sowieso: An der Mutter in der die Spindel läuft. Wobei man natürlich auch sagen muss das normalerweise die Gewinde schon in Bezug auf eine gerade Spindel gemacht sind. Es ist ja Teil der Motortachse, und bei der Herstellung ist das ganze schon recht gerade. Alle "krummen" Spindel/Stepper Kombinationen dieser Art, die ich bisher gesehen hatte, waren lediglich im Nachhinein verbogen. Soll heißen man konnte das ganze recht gut begradigen wenn man direkt am Motor gebogen hat um zu begradigen.

Natürlich wird die Spindel durch das Lager nicht plötzlich gerade, keine Frage. Sie macht statt dessen in der Mitte einen "Bauch". Aber dieser Bauch hat dann ja weniger Ausschlag als das sonst freie Ende. Ist ja nicht perfekt starr das ganze.

Wenn deine Erklärung stimmt, dann dürfte ein Lager am Ende im schlimmsten Fall garnichts bewirken, aber auf keinen Fall eine Verschlechterung, da das geschnittene Gewinde an sich ja schon verbockt ist, und wie gesagt die Mutter dann wiederum den starren Punkt bildet.

Grüße,

Chris
 
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#37
Dieser Bauch hat aber durch die beidseitige Lagerung wesentlich mehr Kraft als wenn du die Spindel schlagen lässt...
Guck noch mal bissl hoch, nach alex hab ich auch noch mal gepostet.
Gruß
Markus
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#38
(18.05.2016, 22:55)Plastikprint schrieb:
Zitat:Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Jap, hast du.
wenn die spindel oben nicht gelagert ist kann sie sich über die gesamte länge in Richtung Mittelachse "biegen" und oben frei schwingen, wo sie hin will. Da treten recht geringe Seitenkräfte bei auf.

Ja, wenn sie frei ist.

(18.05.2016, 22:55)Plastikprint schrieb: Ist sie oben fest, hast du quasi ne Banane, die mit wesentlich höherer Kraft versucht, den Tisch von der Biegung wegzudrücken um sich Platz zu schaffen.

Hmm, OK, das habe ich so nicht bedacht. Wie ist das dann aber mit der Mutter? Diese bildet ja quasi ein Lager, an welcher Position auch immer sie ist. Dort treten ja ebenfalls Kräfte auf. Wie gesagt, mir erschließt sich das irgendwie nicht. Vielleicht gehe ich auch von falschen Voraussetzungen aus. Meine Annahme ist das nicht die Spindel an sich, über die Länge gesehen, eine arge Krümmung hat, sondern das quasi am Motor ein "Knick" ist, sozusagen. Dort wo die dünnere Motorachse in die dickere Spindel übergeht. Das ist ja, wie ich gerade schon dem Alex geantwortet hatte, eigentlich das was ich fast ausschließlich sehe bei so Teilen.

(18.05.2016, 22:55)Plastikprint schrieb: Reiner Zufall. Möglicherweise war deine Spindel recht grade und die Führungen etwas locker oder haben viel Spiel.

Ne, die war wirklich recht fies verbogen ab Motor. Als erstes hatte ich mir ja neue Halterungen für die Wellen gedruckt, so das zumindest da schon mal das Spiel raus ist. Achja, und Gleitlager hatte ich auch recht früh eingebaut, also auch von den China-Linearkugellagern war da kein Einfluß mehr. Das Lager am Ende hat es dann echt gebracht.

Grüße,

Chris

Übrigens, Danke für die Geduld. Genau sowas ist eine Sache wo es mir an Wissen fehlt, und ich lerne immer gerne was neues!

Grüße,

Chris
 
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#39
ok, aber neben dem Knick haben die Chinaspindeln oft auch noch ne Biegung über die gesamte Länge, ähnlich wie die UM-Kit-Führungswellen derzeit.
Da ist das dann sehr nachteilhaft oben auch noch zu lagern. Ich gehe mal davon aus, dass du in der Schule auch mal was über Hebelkräfte gelernt hast.
Stell dir das unter dem Gesichtspunkt noch mal vor und du wirst verstehen.
Gruß
Markus
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#40
Zitat:Angepasste Drucktischhalterung (ungetestet)
Zusätzlich benötigt: Diverse Aluminiumteile, siehe Link
Durch die Flügelmuttern muss gelegentlich die Druckplatte nachjustiert werden, dieses Update erfordert diverse Bauteile & Kenntnisse, erleichtert allerdings danach den Druck.
Insofern, dass durch das Aluminium keine Biegungen stattfinden und der Drucktisch auch bei schwereren Druckplatten nicht nachjustiert werden muss.


Diese habe ich jetzt schon einige Zeit in Benutzung - inzwischen angepasst, weil mein Extruder sich an den Armen verhangen hat, wenn Z ganz oben war (werde das noch bei Thingy als Remix hinzufügen) Die mittlere Holzplatte ist nur provisorisch - hatte ich gerade da und wird noch ersetzt beizeiten.
Der Tisch hält neben der Heatplate noch eine 5mm Aluplatte und on top 2mm Glashartgewebeplatte (FR Klasse 4) ((warum wird das Zeug hier eigentlich immer nach seiner Flammenwidrigkeit benannt?!))
Nachjustieren muss ich trotz des Gewichts sehr selten - hohe Temperaturen auf den eigentlichen aus ABS gedruckten Halterungen ist so gut wie nicht vorhanden. Preise für die Alu-4-kantrohre und eckprofile sind zu vernachlässigen allerdings sollte man ein wenig handwerkliches Geschick haben.
Für mich top, bis ich mal dazu komme die tolle (und preisintensivere) Lösung von mamalala umzusetzen


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