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[Allgemein] 3D Druck Begriffe
#11
J


Jerk
Jerk ist der maximale Geschwindigkeitsunterschied, der ohne Beschleunigung (ACC) ausgeführt werden kann.
Großer Jerk --> große, spontane Richtungsänderungen ohne vorheriges Bremsen möglich
Kleiner Jerk --> abbremsen vor der Kurve  - zu kleiner Jerk begünstigt das Curling, da die Düse z.B. bei Ecken, also Richtungswechsel länger auf einem Streckenabschnitt verweilt.

Code:
Beispiel:
#define DEFAULT_XYJERK          20.0    // (mm/sec)
#define DEFAULT_ZJERK            0.4       // (mm/sec)
#define DEFAULT_EJERK            5.0       // (mm/sec)




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#12
K


Kalibrierung
hier im Forum werden werden folgende Objekte zum kalibrieren und beurteilen der Drucke Verwendet:

Testwürfel mit Loch

Heattower

Wandstärke Boxen

Retract-Pyramide

Overhang-Testobjekt

Stapelbox

Benchy

Bauteillüfter-Test




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#13
L


LH = Layerhight/ Layerhöhe / Schichthöhe / Auflösung
Dicke der einzelnen Filamentschichten beim Druckteil.
Als Faustregel gilt: Je nach Material = max Layerhöhe  = 1/2 bis 2/3 Düsendurchmesser (resp. EW)
Als Beispiel :
Düsendurchmesser/EW 0,4mm = Schichthöhe max.  0,20 mm - 0,26 mm
Düsendurchmesser/EW 0,3mm = Schichthöhe max.   0,15 mm - 0,20 mm
Düsendurchmesser/EW 0,2mm = Schichthöhe max.   0,10 mm - 0,13 mm

   



Layerbonding / Layerhaftung  und
Layersplitting durch unzureichende Layer Verbindung

Beim 3D-Drucken wird das Objekt Schicht für Schicht erstellt.  
Jede nachfolgende Ebene wird auf die vorherige Ebene gedruckt.
Damit die Ebebenen stark und zuverlässig verbunden sind, muss sich jede Schicht ausreichend mit der darunter liegenden Schicht verbinden.
Wenn sich die Schichten nicht gut genug verbinden, können sich Schichten spalten oder trennen.
Häufige Ursachen:
-zu hohe Layerhight
-zu niedrige Temperatur
-falsche Kühlung

   



Layershifting / Versatzebenen
Häufige Ursachen:
-Düse bleibt an Layer hängen (zu hohe Layer z.B. durch Überextrusion od. Warping od. feuchtes Filament)
-Riemen, zu locker oder zu straff
-Schwergängigkeit der Achsen
-Treiberstrom zu hoch od. zu niedrig
-Lockere Pulleys
-Geschwindigkeit / Beschleunigung zu hoch

   



LW / Line Width
Die Linienbreite einer einzelnen Extrusion. Diese entspricht generell dem Düsendurchmesser. Diese Bezeichnung findet man in Cura und ist analag zu EW in Slic3r oder Simplify3D



LPD  = Layer Plastic Deposition (deutsch: Schmelzschichtung)
Verschiedene Unternehmen haben ihre FFF-Drucker entwickelt, die sie unter verschiedenen Akronymen vermarkten.
z. Beispiel: 3D-Systems.com -  PJP (Plastic Jet Printing) oder Zortrax - LPD (Layer Plastic Deposition) etc.
Reguläre Begriffe sind FDM oder FFF




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#14
M


Mausohren (Mouse-Ears)
Um Warping an Ecken und Kanten zu vermeiden, können z.B. 0,2-0,4mm hohe in X / Y - skalierte "Platten" unter das Objekt oder Support gelegt werden.
Dadurch kann man sich den Brim sparen und gezielter dem Warping entgegenwirken.

   



MELZI-Board
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> MELZI-Board



MIGHTYBOARD
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> MIGHTYBOARD


MKS Base Board
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> MKS Base Board



Megatronics V3 -Board
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> Megatronics V3 -Board




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#15
N


Nubsi
Der "Klecks zum Schluss" ist Teil des zu Druckenden Foren-Testwürfels und ein Präzisionsindikator.
In der STL ist das eine halb versenkte Kugel mit 1mm Diameter und deutet beim Drucken auf den Flow, die Temperatur, Bahnablage, Dosierungsmöglichkeit, Nachlaufen, etc hin.
Hinweis für die Volcano User: Im 50x50x5 "Würfel" ist diese Kugel 2mm.

   



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#16
O


Oozing
bedeutet herausquellen / nässen. Damit ist das nachlaufen/quellen des Filaments aus der Düse gemeint. Dieses entsteht durch (zuviel) Druck innerhalb der Düse.
Oozing wird oft im gleichen Atemzug mit Stringing genannt. Stringing entsteht jedoch durch das Herausziehen des Filaments aus der Düse durch falsche Viskosität, welche wiederum auf eine nicht ordentlich eingestellte Temperatur hin deuten kann.




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#17
P


Perimeter / Wandstärke
Die Breite des extrudierten Stranges, muss proportional zur Düse sein. Die Wandstärke wird folgendermaßen berechnet: Extrusionsbreite x Anzahl Perimeter. Einige Slicer erlauben es jedoch, die Extrusionsbreite manuell zu verändern.



PLA = Polyactide Acid (Polymilchsäure)
PLA ist das mit Abstand am leichtesten und beliebtesten zu verarbeitende Filament.
Grund: Es wird bereits bei geringen Drucktemperaturen von 180 Grad flüssig. Es wird kein Heizbett benötigt und es gibt so gut wie keine lästigen Warping-Effekte!

PLA ist biologisch abbaubar, was aber nicht mit den Einsatz oder Kontakt mit Lebensmitteln zu verwechseln ist.



PETG = Polyethylenterephthalat
ist ein Filament, mit hoher Schlagzähigkeit und ist äußerst witterungsbeständig, was Objekte beispielsweise für den Garten auch in Betracht kommen lässt.
Als herkömmliches PET Material in Flaschenform bekannt, sorgt es mit einer Glykol-Modifizierung für bessere Verarbeitungseigenschaften.



PID
Temperaturregelung beim 3D-Druck für gleichmäßige, gute Druckqualität.
Im Gegensatz zur 2-Punkt-Regelung (unter  oder über Temperatur) folgt die PID Regelung Algorithmen
Der PID ist ein 3-in-1 Regler. Es sind eigentlich 3 Regler, die zusammenwirken: ein Proportionalregler, ein Integralregeler und ein Differenzialregler
Eine Anleitung zum PID-Tunig für Extruder und Heizbett




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#18
Q



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#19
R


Raft
Raft ist eine horizontale Gitterstruktur, dass unter das zu druckende Bauteil gedruckt wird.
Die Hauptaufgaben vom Raft sind:
Eine bessere Betthaftung zu erzeugen (Brim ist hier besser) = Warping verhindern
Bei kleinen Objekten eine grössere Anfangsdruckfläche zu erzeugen.
Evtl. unebenheiten im Druckbett auszugleichen



Retract
Das (tlw. ruckartige) Zurückziehen des Filaments aus der Düse, um Fadenbildung oder ungewolltes Austreten ("Kleckern", Ooze) zu vermeiden. Wird häufig im Zusammenspiel mit Z-Hopping eingesetzt.
Der Retract reduziert durch das zurückziehen des Filamentes den Druck in der Düse. Je nach Material und Drucktemperatur kann die gleiche Einstellung zu Unterschiedlichen Druckbildern führen.



Ramps 1.4
RepRap Arduino Mega Pololu Shield
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> Ramps 1.4



RAMPS-FD
RepRap Arduino Mega Pololu Shield
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> RAMPS-FD



RADDS
RepRap Arduino-Due Driver Shield
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> RADDS



RUMBA
Reprap Universal Mega Board with Allegro drive
3D Drucker Controller/Board
Detailierte Infos >> RUMBA



RepRap
RepRap ist ein 3D-Drucker, der für das Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing verwendet werden kann.
Der Name RepRap steht für Replicating Rapid-prototyper



Restfilament auf Spule
Um die ungefähre Länge an Restfilament auf einer Spule zu schätzen, haben wir hier 2 Möglichkeiten zusammengestellt.

1. Berechnung über Längen
Vorausgesetzt, die Spule ist sauber gewickelt

l = ((D+d)/2*pi) * (b/FD) * (D-d)/FD /1000 * 0,75 (0,75 dient als Annäherung, sonst müßte man Archimedes mit seiner genaueren Spiralformel heranziehen)

l= Länge in Meter
D= Außendurchmesser d. Wicklungen in mm
d= Innendurchmesser d. Wicklungen in mm
b= breite der Spule (innen) in mm
FD= Filamentdurchmesser in mm


2. Berechnung über das Gewicht

l = N / ((FD*FD/4*pi) *ρ )

l= Länge in Meter
N = Nettogewicht (=Istgewicht - Leerspule) in Gramm (Sammlung über Leerspulen: Filamentrollen und deren Gewicht )
ρ = Dichte (Rho) d. Materials
FD= Filamentdurchmesser in mm




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#20
S


Skirt
Skirt ist eine, oder besser mehrere, Linien die um das Druckobjekt herum gedruckt werden.
Da der Skirt zuerst gedruckt wird, hat er die Funktion, dass die Düse befüllt ist und ein konstanter Fluss gewährleistet wird.
Skirt und Brim eignen sich auch Hervorragend für kleinere Justagen am Druckbett während des Druckens.



Stringing
String (englisch  'Schnur', 'Strang', 'Saite')
Fadenbildung zwischen zwei gedruckten Objekten oder Freiräumen im Druckteil.
Stringing entsteht durch aus der Düse nachlaufendes und herausgezogenes, geschmolzenes Filament bei Bewegungen über Freiräume durch falsche Viskosität, welche wiederum auf eine nicht ordentlich eingestellte Temperatur hin deuten kann.



Slicer / Slicen 
Beim sog. Slicen wird ein digitales 3D-Modell einzelne horizontalen Schichten zerlegt bzw. „geschnitten“. Je nach Druckerkonfiguration erstellt die Slicer-Software die einzelnen Schichten („Layer“) und druckt diese mit der gewünschten Geschwindigkeit. Diese einzelnen Schichten werden als Maschinencode GCODE von der Slicer-Software gespeichert und werden anschließend vom 3D-Drucker eingelesen. Die z.Z. beliebtesten Slicer-Programme sind:

Simplify3D
Repetier
Cura
Slic3r
Craftware



STL-Dateien
STL ist ein Dateiformat, das ursprünglich für die Stereolithografie entwickelt wurde und sich seitdem als Standard im 3D-Druck durchgesetzt hat. Es beinhaltet alle notwendigen räumlichen Angaben. Zu diesem Zweck zerlegt die Standard Tesselation Language (STL) Objekte in großflächige Polygone, deren Koordinaten die zu bedruckenden Flächen angeben.


Alle großen 3D-Druck-Plattformen, wie z.B. Thingiverse.com, bieten den STL-Download an. Jeder Slicer kann mindestens STL-Dateien importieren und zu GCODE slicen. Als STL-Alternative werden OBJ-Dateien immer beliebter, da diese auch Farbwerte enthalten.



Support / Stützstrukturen
Beim 3D-Druck können gewisse Formen wie Überhänge nur realisiert werden, wenn diese vor dem Auskühlen durch eine Stützstruktur gehalten werden, andernfalls würde der Drucker in der Luft drucken. Typische Beispiele für Überhänge sind:

Bei Menschen: Nasen, Kinn, Arme oder Ohren
Bei Objekten: rechte Winkel (Türen, Fenster, etc)
Der Support kann entweder aus demselben Material wie das Objekt oder bei Druckern mit Dual Extruder aus leicht lösbaren Kunststoffen wie HIPS od. PVA bestehen. Dies hat den Vorteil, dass die Strukturen nicht herausgebrochen werden müssen, was bei schlecht konfigurierten Druckern zu Beschädigungen führen kann. Zudem ist das Entfernen innerhalb komplexer Drucke (Schädel) oft nicht möglich. Je besser der Drucker konfiguriert ist, desto weniger Stützstrukturen werden benötigt!



SLA = Stereolithografie
In der Stereoltithografie wird das Objekt mittels eines Laserstrahls in einer Flüssigkeit ausgehärtet, in der Photopolymere auf Licht reagieren.
Die Auswahl unterschiedlicher Polymere ermöglicht unterschiedliche Materialeigenschaften.
Ebenfalls gehört das DLP-Verfahren zur Stereolitographie, der wesentliche Unterschied besteht darin, das beim SLA das Model von einem Laser "gemalt" wird, während beim DLP eine komplette Schicht auf einmal aushärtet.



SLS/SLM = Selektives Lasersintern (SLS)
ist ein additives Fertigungsverfahren, um räumliche Strukturen durch Sintern (od. schmelzen v. Metallen) mit einem Laser aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff herzustellen.



Shadowing / Ghosting
Abnehmende Wellenbildung auf der gedruckten Oberfläche nach der Richtungsänderung des Druckkopfs durch das Nachschwingen der bewegten Masse (Druckkopf) oder falscher Riemenspannung
Ghosting tritt häufig bei zu schnellen Richtungsänderungen auf.
Direct Feed Extruder sind, bedingt durch die grosse Masse am Druckkopf, häufiger betroffen als Bowden Extruder.

   




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