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Themabewertung:
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[Tipp] Wichtig - Einstell Fahrplan, oder wie stellen wir unsere Drucker ein und mehr
#1
Heart 
Dieser Beitrag soll uns allen das Druck-er-leben  leichter machen. 
Da es immer was zu verbessern gibt wird er ständig überarbeitet - Bitte Tipps an meine PN

 Inhalt
   Thema                                                                                            Seite
- Drucker einstellen........................................................................1
Links zu weiteren Anleitungen ................................................2
Extrusion kalibrieren ...................................................................3
Heattower erstellen .....................................................................4
- Bettleveling......................................................................................4
Vor dem Druck - Drucker Zusammenbau ..............................5
Kühlung von Hotend und Bauteil ..............................................6
Yoda......................................................................................................7
Fehler im Druck................................................................................8

Liebe Neuforumianer und natürlich alle die es interessiert bitte aufmerksam lesen und beherzigen

Grundsätzliches

In diesem Teil des Forums geht es fast ausschließlich darum den Drucker dazu zu bewegen einen Output so zu
erzeugen, wie wir uns das vorstellen.
Oftmals gelingt das nicht, weil der Drucker saudumm ist und wir nicht genau wissen was wie eingestellt werden muß.
Ein 3D Drucker ist nicht Plug and Play es erfordert schon ein Mindestmaß an Verständnis und auch Energie, um 
die gewünschten Ergebnisse zu erhalten. Irgendwie kann jeder, aber wir wollen den Druck beherrschen und
er nicht uns.
Wichtig
Alle Drucker sind verschieden und müssen daher auch verschieden eingestellt werden. Z.B. Temperaturvergleiche
verschiedener Drucker sind nur tendenziell.

Baut Euren Drucker gewissenhaft auf, jede Schludrigkeit sieht man später im Druck. Kontrolliert auch die vormontierten Baugruppen. Alles muss winkelig, leichtgängig und fest verschraubt sein. Die Riemen gleichmäßig gespannt.

Damit die Fragen nun auch von dem verstanden werden, der gerne helfen will, ein kleiner Leitfaden.

-Trage den Drucker und den Slicer in die dafür vorgesehen Felder in Deinem Profil ein (https://www.3d-druck-community.de/usercp.php?action=profile)

-Mache dich mit den Fachbegriffen vertraut 3D Druck Begriffe , lese die verlinkten Artikel.

-Kalibriere die Extrusion des Druckers Extrusion kalibrieren

- Besorge zum Einstellen gutes Material. D,h. gute, gleichbleibende Qualität. Wir empfehlen M4P, Extrudr.
   Für M4P gibt es Forenrabatt Black Forum M4P Filamentaktion und wird bevorzugt. (Zum Einstellen kein Weiß und Schwarz)

Diese Angaben werden immer benötigt:
-Welches Druckermodell hast Du? (Bowden- oder Direktextruder)
-Welches Filament nutzt Du?        Hersteller und Art  - wir empfehlen hier M4P 
-Welche Düsengröße und -Art wird verwendet?
-Welches Hotend mit welchen Komponenten wird eingesetzt?

-Bei welchen Einstellungen tritt das Problem auf?
  - LW/ EW            (Line Width / Extrusion Width => Linien oder Extrusionsbreite)
  -Flow/EM            (Flow in % / Extrusion Multiplier => Menge des Materials)
  -Temperatur 
  -Layerhöhe          (LH = Höhe der Lage)
  -Geschwindigkeit outer/inner Layer
  -Retract Länge und Geschwindigkeit    (Rückzug)
  -Wann tritt das Problem auf? Vorher was geändert?
 -Besonderheiten?
 - Keine Bilder der gesamten Slicer Einstellungen nur bei Nachfrage posten - meistens macht es die Sache nur unübersichtlicher



Teil 1  Drucker einstellen    

.xlsx   Checkliste Fahrplan.xlsx (Größe: 6,83 KB / Downloads: 1.811)   


.pdf   Checkliste Fahrplan.pdf (Größe: 44,99 KB / Downloads: 2.846)


Du willst Deinen Drucker richtig einstellen? Kein Problem, aber das geht nicht von jetzt auf gleich und alle machen das hier aus Spaß an der Freude. Darum ist wichtig, dass wir uns das Ganze so einfach wie möglich machen.

Wichtiger Hinweis - unbedingt berücksichtigen!

Wer mit einem Tutor einstellen will, beachtet obige Punkte und öffnet ein neues Thema in Allgemeine Beurteilung von gedruckten Teilen und Problemlösungen mit allen Angaben und dem obligatorischen medium Heattower - wer das nicht beachtet muß sich nicht wundern, wenn keiner sich dem annehmen will.

- Schau Dir die Einstellthreads hier im Forum an, damit Du ein Gefühl dafür bekommst wie groß der Aufwand ist und 
wie es funktioniert. Lerne aus den Fehlern anderer, denn man muß ja nicht alles doppelt und dreifach machen.
Das Forum ist ein Quell des Wissens nutze es. Hier wurden schon so viele Themen angesprochen - man findet
immer wieder neue Informationen.

- Kontrolliere die Mechanik des Druckers, denn gerade die vormontierten Teile verbergen Fehlerquellen. Riemenspannung!
  Auch das Hotend auf korrekten Zusammenbau, am besten mit einem eingeführten Stahldraht oder 2mm-Bohrer
  ausgerichtet und heiss nachgezogen, Hotend checken

- Erstelle in Deinem Slicer (Cura, Slic3r, S3D) ein neues Profil mit den hier geforderten Einstellungen.

- Messe den Filamentdurchmesser und trage ihn in den Slicer ein. Dazu auf 10m diverse Messungen um 45° versetzt durchführen und den Mittelwert berechnen. Mache das in Zukunft mit jedem Filament und schreib es auf die Rolle, dann kannst Du einen Fehler wg. falschen Durchmessers von vorn herein ausschließen. Bei Cura bitte das "Printer Settings"
Plugin installieren, und dort den DM eintragen, denn sonst wird er nicht berücksichtigt siehe hier:  Printer Settings Plugin
[Bild: https://i.imgur.com/Ni1AvNg.jpg]


- Kalibriere Deinen Extruder (Feeder), damit wir hier eine gesunde Basis haben Extruder Kalibrieren . Kalibrieren des
Extruders immer nur durch den Extruder, nicht durch das Hotend. Ansonsten gibt es gerne verfälschte Werte.

- Stelle Retract richtig ein - bei direkt Extrudern 0,5-1mm, bei Bowden ca. 3mm oder Bowdenspiel+ 0,5-1mm
 Retract Geschwindigkeit 25 - 50 mm/s (viel hilft hier nicht viel)

- Sorge für ein richtig geleveltes Bett ,   Bettabstand und Brim

KEIN weißes und kein schwarzes Filament bei den Einstellungen

- Drucke den mittleren (medium) Heattower (Vasemodus) aus diesem Forum Optimale Temperatur finden (Heattower) und poste Ihn wie beschrieben. Erstellung eines Heattowers . Min_Layertime  auf 0 => Geschwindigkeitsbremsen ausgeschaltet!
Drucke mit der max. Geschwindigkeit (60mm/s) sonst kann es später Probleme geben.
Mach die Fingernagelprobe - teste bei welcher Temperatur die Layer haften. 
EW/LW = Düsendurchmesser, EM/Flow = PLA 0,9/90% (PETG 95%, ABS 100% entsprechend)

Drucke den Würfel mit Loch Version 2  mit folgenden Einstellungen: (Gültig für 0,4mm Düse und PLA)
  - LW / EW = 0,48
  - Flow/ EM = 90% / 0,9
  - Temperatur aus Heattower ermittelt
  - Layerhöhe 0,1     (ggf. erster Layer 0,2)
  - Geschwindigkeit -  60mm/s max (Füllung)  / 30mm/s min (Wände)
  - Für gute Haftung stelle die Geschwindigkeit der ersten Schicht auf 20mm/s
  - 2 Außenwände/Perimeter (Wall)
  - mindestens 10 Deckschichten (Layer/Lagen)
  - Füllung 15 - 20%
  - Infill auf Grid stellen
  - Bauteillüfter eingeschaltet
-Min_Layertime  wieder auf Standard
 - Alle zusätzlichen Helferlein ausschalten auch linear Advance (M900 K0 schaltet lin_advance aus)
(Für andere Düsen gilt Durchmesser +20%, PETG 95% /0,95 und ABS 100% Flow / EM = 1, beim folgenden Würfel analog dazu)
Am besten legt man sich hierfür ein extra Profil an, was später dann nach erfolgreichen Abschluss die neue Grundlage bildet. Retract bleibt natürlich an (Basisfunktion)
Cura Nutzer bitte noch bei Wanddicke "0" eintragen  [Bild: https://i.imgur.com/ZfO2cW5.jpg]
Und "Zusätzliche Füllung Wandlinien" abwählen. "Linienanzahl der zusätzlichen Außenhaut" auf 0 stellen

Diese Einstellungen sind ab hier fix und werden nur auf Zuruf des Tutors geändert.  Dies ist wichtig, da man sonst der Prozedur nicht mehr folgen kann und es schnell zu Missverständnissen führen kann/wird.

- Drucke noch einen Würfel mit Loch (es werden noch viel mehr, aber das ist nicht zu vermeiden)
  - LW / EW = 0,40
der Rest der Einstellungen bleibt identisch.

Die so erzeugten Würfel sind unsere Referenz. Wenn man diese später mit dem Endergebnis vergleicht,
dann weiß man was das Einstellen gebracht hat.

Diese 3 Druckteile fotografieren, ausschneiden und hochladen Wie stelle ich Bilder ein . Hierbei bitte keinen weißen Würfel auf weißem Grund. Das ist total sinnfrei, da man nichts erkennen kann.
Die Würfel von oben mit Nubsi unten links und von der Seite, so dass man den Nubsi gut erkennen kann. Möglichst 95% des Bildes sollten vom Würfel ausgefüllt sein. Sorgt dafür, dass die Objekte so beleuchtet werden, dass man viel erkennt. Sonnenlicht funktioniert am besten. Zum Zuschneiden und skalieren eignet sich Gimpsehr gut.
Unterschiede bei Belichtung etc.
So soll der Würfel dann aussehen:
LW = 0,32

Flow = 85%

Temp = 210°C 
Besonderes = First Layer 125% Flow
[Bild: https://i.imgur.com/kKNyO3U.jpg]
[Bild: https://i.imgur.com/ulRl15W.jpg]

So bitte nicht:
[Bild: https://i.imgur.com/fwuu3XZ.jpg]

Ja das ist aufwändig und kostet viel Zeit, aber das lässt sich nicht vermeiden. Und die Helfer investieren genauso viel
Zeit hier, um Dir das Wissen zu vermitteln.

Hier mal eine Detailbewertung eine Würfels

Dafür aber eine Gesetzmäßigkeit des Druckes:

Kälter = niedrige ,  breite Layer

Heißer = höhere ,   schmale Layer


Jede Änderung eines Wertes zieht Änderungen anderer Faktoren nach sich - erhöhe ich die Geschwindigkeit, sinkt die Temperatur im Hotend - Layer wird breiter.

Teil 2

Hier werden dann LW / EW sowie der Fluß / EM nach und nach immer weiter nach unten justiert, denn der
Drucker kann viel feiner als der Düsendurchmesser drucken => mehr Linien => feinere Auflösung . 
Vor allem wird auch der Flow runtergeregelt, denn die meisten drucken mit viel zuviel Material gerade bei
PLA. Bei PETG und ABS muß der Fluß aufgrund der Schrumpfung höher sein.
Weil ich das anfangs auch nicht wusste habe ich mich gewundert, warum die Oberflächen in ABS so klasse waren, 
in PLA aber nicht => Grund waren die, bis auf die Temperatur, identischen Einstellungen.

Was passiert im Detail?

Erst EW/LW in 0,01er Schritten also 0,39 , 0,38 ...bis 0,30 verringern, bis die Oberfläche sauber
geschlossen ist.
Es zählt ab 3mm vom Rand aus für die Bewertung offen/geschlossen  (und natürlich die Perimeter untereinander selbst).
Der Umlenkungsbereich zählt quasi nicht.
Den entsprechenden Würfel herausnehmen und bei dem Wert Bsp. EW/LW=0,34 dann langsam
den EM/Flow verringern (0,88/88% , 0,86/86%...max0,8/80%)  bis die Bahnen beginnen aufzubrechen.
Der Würfel der noch geschlossen ist ist wieder die Referenz.
Nun einen Quader 50x50x5 und die Pyramide drucken und schauen ob auch längere Bahnen funktionieren
und ob Flow und Retract passen. Die Pyrymide darf keinen "Hut" haben.

Ganz so einfach wie es da geschrieben ist, ist es nicht, aber das ist das Grundgerüst.


Also nicht wundern, wenn der Würfel mit einer Linienbreite von 0,3mm und einem Fluß von 82% (EM=82) gedruckt 
werden soll - einfach machen.

Bei dem Prozedere können auch noch Fehler im System festgestellt werden, die dann durch entsprechende Drucke
verifiziert werden, das ist ganz normal. Der jeweilige Tutor hat da seine Kniffe. Aber auch der lernt mit der Zeit immer
weiter dazu, weil manche Probleme tatsächlich zum ersten mal auftauchen.

Würfel
                                          Vorher                                                                                                               Nachher
[Bild: https://i.imgur.com/LbkP3xs.jpg]
[Bild: https://i.imgur.com/tCKSY1p.jpg]

Irgendwann hat der Würfel seinen Dienst getan, dann geht es an die Feineinstellungen. Dazu nutzen wir einen
Quader 50 x 50 x 5mm und die Pyramide von den Kalibierteilen s.o.

An dem Quader kann man aufgrund der Größe schön erkennen wie die Bahnen bei längeren Extrusionswegen
liegen, oder ob noch was an den Einstellungen (z.B. Temperatur) geändert werden muß.

Pyramiden: Hier sieht man links schön ein Hütchen, wo die Beinchen zusammenlaufen - ein Zeichen von noch etwas 
zuviel Extrusion. Man sieht auch wie gut oder schlecht die Retraction funktioniert und wie sich die Extrusion und
Temperaturen bei kurzen Strecken verhalten. 
[Bild: https://i.imgur.com/B0qy3ri.jpg]

An diesem kann man sich jetzt nochmal der ersten Lage des Druckes widmen, denn durch die Einstellungen wird man im Laufe erkennen, dass evtl. die Betthaftung durch das verringerte Material schlechter wurde, aber auch der Elefantenfuß,
den viele kennen, verschwunden ist. Um die Haftung zu verbessern und die Gesamthöhe zu erreichen habe ich z.B. bei EW = 0,33 die erste Schicht auf 125% gesetzt (Slic3r). Der Würfel hat als Optimum eine Größe von 20 x 20 x 10mm und das Loch einen Durchmesser von 10mm.

Teil 3

Hier kann man noch die letzten Einstellungen, wie Retraction, falls überhaupt noch nötig verifizieren.
Dafür muß die beliebte Coarse Voronoi Laser Cat herhalten -
hier wird der Drucker aufs äußerste  beansprucht. Das Druckteil kann auch dazu führen, dass das Hotend cloggt, also verstopft, weil z.B. zu viel Wärme in das Coldend gefördert wird, aber ohne Test kein Ergebnis.

[Bild: https://i.imgur.com/A604pKy.jpg]

Bei den Testobjekten findet sich auch noch ein Überhang Test, bei Thingiverse findet man viel weitere Tests,
wovon einige recht nett sind. Meiden sollte man Druckteile, die alles darstellen, man sie aber nicht interpretieren 
kann wie bei so manchem Temp Tower . Hier hat man Bridgeing, Stringing, Überhang  noch zusätzlich eingebaut, 
was dann dazu führt, dass das Ergebnis wenn man anfängt grausam ist und die Aussagekraft gleich Null.

Seit ich dieses System durchlaufen habe, habe ich für jedes Filament ein eigenes Profil im Slicer angelegt, von jedem
den passenden Durchmesser, Temperatur, LW / EW , Flow / EM ermittelt und dort eingetragen. Wenn man einmal weiß wie es funktioniert ist das schnell erledigt und beim nächsten Druck nur noch auswählen und sich freuen.

Am Ende ist es spielend einfach gute Drucke abzuliefern:
PLA bei 0,2mm Schichthöhe - Der Ausschnitt ist 6cm hoch.
Links vor der Optimierung Rechts danach
[Bild: https://i.imgur.com/sP54you.jpg]

Diese Figur ist 10cm hoch, links mit EW=0,33 EM=0,86 und 0,2 Layerhöhe, rechts EW=0,3 EM=0,85 und 0,1 Layerhöhe gedruckt. 
[Bild: https://i.imgur.com/n8FykSk.jpg]

Warum diese Prozedur ? Was passiert da?

Die verschiedenen Slicer Profile, bzw. empfohlene Einstellungen sind pauschal und gehen auf die Gegebenheiten des
einzelnen Druckers nicht ein. Fast immer aber wird viel zu viel Material gefördert, was zur Folge ein unschönes 
Druckbild hat.
Man kann sich das Extrusionssystem wie einen Spritzbeutel zum Dekorieren von Torten vorstellen. Um hier ein 
anständiges Ergebnis zu bekommen muß man auch mit Gefühl fein dosiert vorgehen. Einfach draufdrücken endet
in einem riesigen Klecks.

Genau das aber passiert bei einer Linienbreite von 0,4 (bei 0,4mm Nozzle) und 100% Flow. Der Extruder schiebt das
Filament in das Hotend und erzeugt einen Überdruck, der sich dann in dicken Linien, Klecksen, Blobs etc. entlädt.
Besonders gut sieht man das wenn nach Extrusionsende immer noch fröhlich Material aus der Düse kommt, weil
der innere Überdruck jetzt abgebaut werden kann.

Mit der obigen Methode werden 2 Ziele verfolgt: Feineres Druckbild durch feinere Linien und Abbau des Überdrucks
durch feinere Linien und Reduzierung des Flows. Toller Nebeneffekt ist, dass sich in der Regel die Maßhaltigkeit 
verbessert.

Durch die Reduzierung der Linienbreite werden  mehr Linien pro Abschnitt gedruckt und auch schon ein wenig der 
Flow reduziert. Anschlüsse an Wände haben weniger Lücken (je nach LW).

Die Reduzierung des Flows nimmt dem System den Überdruck was dann auch zur gewünschten Außenform
führt. Ecken sind Eckig, Flächen glatt ohne Blobs und beim Retract läuft kein Material mehr nach.

Gleichzeitig wird die Temperatur im Hotend stabiler, da die Heizpatrone weniger Material pro Zeiteinheit heizen muß.
Da der Thermistor nicht direkt in der Schmelze hängt, bekommt man das nicht mit.

Da sich die Anzahl der Linien erhöht dauert der Druck etwas länger, kann aber durch höhere Druckgeschwindigkeit,
vorausgesetzt die Mechanik macht das mit, kompensiert werden. Dabei natürlich die Temperaturen, wenn nötig, anpassen.



Vielen Dank für die zahlreichen Inputs
Gruß
Olli
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#2
Links zu anderen Anleitungen im Forum

- 3D Druck Begriffe
- Bowdenspiel von Edwin  
- G-Code und M-Code Liste
- Material - Häufige Fragen
- Unterschiedliche Dichte beim Infill möglich?
- Bettleveling
- Extrusion kalibrieren
- Erstellung eines Heattowers
- Vasemodus
- Wie justiere ich mein Druckbett
- Motorstrom einstellen (an Motortreibern mit Poti) A4988 DRV8825 TMC2100
- Vorzeigefahrplan Einstell-Fahrplan Ender 3

Hotend
- 4.1 Heatbreaks Handhabung (Bowden-Inliner/E3D Lite)
- E3D China Clone - Versionsunterschiede
- Neuer Drucker od. neue Düse und Aussetzer im Druck 
Plastik Print Extruder


Extern
- Vasemodus in Smplify3D

Druckteile
- Quader 50 x 50 x 5
Würfel für große Düsen
Coarse Voronoi Laser Cat
Laser Cat 50% mit Sockel
Kalibrierungs Druckteile allgemein
Heattower mittel

Videos

Hotend Zusammenbau
Gruß
Olli
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#3
Extrusion kalibrieren

Zur Kalibrierung des Extruders möglichst Filament mit genau 1,75mm Durchmesser verwenden.

Es gibt viele Erklärungen für dieses Thema, diese ist für unser Forum.

Vorbereitung:
Möglichst Extruder vom Hotend trennen, da sich durch das Fördern durch das Hotend Fehler einschleichen können, die das Ergebnis verfälschen (z.B. Schrittverluste).
Wenn das nicht möglich ist, wenigstens die Düse entfernen.

Ein Programm zur Ausführung der Gcode Befehle öffnen, wie Octoprint, Pronterface (neu Printrun),
Repetier Server, es funktioniert auch über das Display, ist aber komplizierter.

Nun die Hotend Sicherheitssperre mit
M302 P1    ausschalten - Wo das nicht funktioniert muß man halt auf PLA Temperatur aufheizen.

Nun sucht man sich einen Punkt, von dem aus ohne Probleme 100mm extrudiertes
Material gemessen werden kann.
Ich nehme hierzu den Bowden vom Extruder und stelle das Filament bündig zur Oberkante
des Pushfit ein.
Nun 100mm fördern, am besten mit einem der o.g. Programme und messen. Stimmt der Wert
ist alles ok und es kann wieder alles zusammen gebaut werden.

[Bild: https://i.imgur.com/F08ZXTL.jpg]

Die Hotend Sicherheitssperre mit
M302 P0  wieder aktivieren.

Stimmt der Wert nicht holt man sich die aktuellen E-Steps entweder vom Display oder
gibt den Befehl M503 (Repetier M205) in einen Terminal der obigen Programme ein, dann werden die Konfigurationswerte ausgeworfen.
Funktioniert M503 nicht, kann es sein, dass es nicht in der config.h aktiviert wurde siehe Enable or Disable EEPROM Commands in Marlin
Octoprint hat auch Plugins zum Auslesen, bei Repetier geht das auf jeden Fall für Repetier.
Das kann dann so aussehen:

M92 X100.00 Y100.00 Z400.00 E96.85

Die E96.85 sind die sogenannten Extruder-Steps, je nach Treiber kann der Wert auch das doppelte oder vierfache sein.

Werden jetzt z.B 103mm extrudiert muß also der Wert angepasst werden. Das geschieht mit dieser Formel:

[Bild: https://i.imgur.com/FbDLJ63.jpg]

Bei 103mm gemessen ergibt sich also:

[Bild: https://i.imgur.com/3lvE41k.jpg]

Also gibt man im Terminal
M92 E94.03 (94PUNKT03) ein, und Speichert mit
M500
M501 lädt die Einstellungen aus dem EEprom

Jetzt nochmal kontrollieren ob tatsächlich 100mm gefördert werden, dann kann wieder alles zusammengebaut werden und die Hotend Sicherheitssperre aktiviert werden.
Die Gcode Befehle dieser Anleitung sind die von Marlin. Repetier hat u.U. leicht differierende Befehle.
Weiteres zu den Gcodes findet man hier GCODE Wiki
Gruß
Olli
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#4
Erstellung eines Heattowers

Immer wieder wird gefragt, wie ein Heattower erstellt wird. In Cura ist das innerhalb weniger Minuten erledigt.
Lade Dir hier aus dem Forum einen der Temp Tower herunter
Optimale Temperatur finden (Heattower)
und plaziere einen davon (je nachdem welcher gefordert ist) auf der Arbeitsfläche in Cura.
Im rechten Menü die Start Temperatur eintragen - Beispiel 240°C (je nach Material)
Oben im Menü "Erweiterungen-Post Processing" anklicken
Auf der Karte dann "Skript hinzufügen - ChangeatZ" anklicken
change height 5mm und change extruder Temp - Extruder 1 = 235°C
wieder Script hinzufügen
height 10mm , extruder1 temp =230°C
und so weiter

Gibt der Hersteller z.B. 200-220°C an, ist ein Bereich von 240-180°C sinnvoll.

Min_Layertime  auf 0 => Geschwindigkeitsbremsen ausgeschaltet!

Max. Geschwindigkeit mit der man später drucken will wählen. Sonst könnte es später zu Extrusionsproblemen kommen.

Bei Cura und Druck über USB wird evtl. das Postprocessing nicht mit verarbeitet, daher besser über SD Karte drucken
oder die Datei vor dem Druck speichern und dann neu laden. Zumindest schauen, ob die Temperaturveränderungen
auch durchgeführt werden.

Wenn man in seinem Slicer keine Möglichkeit findet, so eine Temperatur-Abstufung einzustellen, dann kann man dies oft auch direkt manuell am Display des Druckers machen. Dafür dreht man dann alle 5mm die Temperatur am Drucker 5°C per Hand runter.

Wenn fertig einfach im Vasenmodus ohne Boden und Deckel mit Brim drucken. Tipp - ich drucke die gerne mit Boden
und verwende sie dann als Anzuchtgefäß.
Den Vasemodus findet man hier:
Cura:
[Bild: https://i.imgur.com/DL36ZEY.jpg]

Slic3r
[Bild: https://i.imgur.com/NetzVLb.jpg]

Simplify3D 
[Bild: https://i.imgur.com/eKVpyIC.jpg]

fertig


Zum Thema Bettleveling


Viele sind mit einem zu hohen Abstand unterwegs und haben damit Probleme bei der Haftung.
Meistens hört man " Ich hab das doch wie man das macht mit einem Blatt gemacht!"
Das Ganze technisch auch ok und der Abstand ist gleichmäßig, aber leider zu weit vom Bett.
Denn ein Blatt Papier (80g/m²) hat eine Dicke von 0,1mm, was heißt der Drucker
beginnt den Druck bei einer Schichtdicke von 0,2mm in einem Abstand von 0,3mm, d.h. es fehlt das Material
für die halbe Druckhöhe. Bei einer Schichtdicke von 0,1mm ist das dann noch extremer.
Was also tun?
Auch wenn man mit einem Kassenzettel levelt, der nur die Hälfte der Dicke von Papier hat, muß man
nach dem Leveln die Schrauben des Betts ein wenig lösen.
Die beste Lösung ist natürlich eine Fühlerlehre, da hat man ein definiertes Maß. Wenn man dann das dünnste
Fühlerblatt (bei meiner 0,05mm) nimmt, weiß man genau wo man steht.
Eine M3 Schraube hat eine Steigung von 0,5mm pro Umdrehung, wenn das weiß ist es relativ einfach
das Bett entsprechend nach zu justieren.

Was auch gut funktioniert ist die Z-Achse zu Nullen (Home) und dann mittels des Displays 0,1mm hoch zu fahren.
Nun mit normalem Papier (80g/m²) s.o.  leveln.  Zu starkes Klemmen des Papiers führt zu falschen - zu kleinen - Werten. Durch das Hochfahren um 0,1mm wird die Dicke des Papiers kompensiert.
D.h. nach dem erneuten Nullen steht die Düse auf Null. Das bitte vor dem Druck testen indem
die Düse per Hand vorsichtig über das Bett geschoben wird.

Schlußendlich kann man das richtige Leveln erst an dem fertigen Objekt festmachen. Der Würfel mit Loch
ist ohne Nubsi 10mm hoch - stimmt die Höhe nicht steht das Bett falsch.

Profis leveln optisch nach Skirt oder Brim. Mehr unter Bettabstand und Brim

Ein gutes Beispiel mit Vorher - Nachher
https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=25545&pid=179389#pid179389

Tipp:
Ein unebenes Heatbed zu leveln ist so gut wie unmöglich. Sollte das der Fall sein hilft eine Glasplatte oder Ultrabase.
Damit diese sich nicht gleich verzieht ein Wärmeleitpad dazwischen und Platte einfach auflegen.

Ein weiterer Tipp zum Ausrichten des Betts und der Y - Achse 
Gruß
Olli
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#5
Vor dem Druck - Drucker Zusammenbau

Viele Fehler- gerade bei den "Fast Fertig Druckern" wie Ender 3 und Anycubic i3 lassen sich vermeiden, denn kaum
einer ist fehlerfrei (ca. 20%)

Macht Euch davon frei, dass die vorproduzierten Teile richtig zusammengebaut sind - das sind sie in der Regel nicht. Wer billig produziert wird keine teuren Fachkräfte haben.
Ergo erst einmal alles hinterfragen. Den kompletten Drucker auf Winkligkeit überprüfen, saubere Befestigung, die Achsen auf Leichtgängigkeit, die Riemen auf richtige Spannung. Hotend und Bowden sowie der Feeder - nichts auslassen.
Am besten mit der Grundplatte anfangen (lösen, ausrichten, festziehen) und nach oben vorarbeiten.

Hier kann man gut sehen, was ein paar kleine Änderungen am Ender 3 im Druckbild bewirken.

Ender 3 Bowden nicht richtig im Hotend
[Bild: https://i.imgur.com/VYcnXm0.jpg]
[Bild: https://i.imgur.com/BsPlKtP.jpg]

Hotend schief eingebaut und undicht (oberhalb des Heatblocks quillt Material raus)
[Bild: https://i.imgur.com/j5OLtQA.jpg]

Am besten auch gleich die Oberfläche des Heatbeds auf Ebenheit prüfen, denn ein unebenes Heatbed bereitet keinen Spaß und ist ein Mangel.

Beim Ender 3 ein besonderes Augenmerk auf den Feeder (also das am E-Steppermotor) legen, denn der ist von Haus aus sehr schwachbrüstig . Hier eventuell gleich einen Titan von Trianglelab einbauen, dann hat man Ruhe.

CR 10 S Rolle rechts außen lose
[Bild: https://i.imgur.com/JzbpZgW.jpg]
Gruß
Olli
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#6
                                   Kühlung von Hotend und Bauteil

Regelmäßig beschweren sich einige neue Drucker Besitzer, dass die Lüfter zu laut sind und setzen statt dessen Nocuta Silence Lüfter ein, ohne auf Spezifikationen zu achten.
In der Folge gibt es Extrusionsprobleme weil der kalte Teil des Hotends überhitzt und das Bauteil wird häßlich, weil der Bauteilkühler seines Namens nicht mehr gerecht wird.

Daher empfehlen wir für das Hotend den
Sunon EB40101S2-0000-999 12V Axiallüfter  oder   Sunon KDE2404PFV2-11AB 24V
SUNON EE40101S21000U999
Drehzahl                                     5800 U/min
Geräuschentwicklung            27 dB
Luftdurchsatz                           11.89 m³/h
Max. Druck                                 27.38 Pa
Natürlich kann man jeden anderen Lüfter mit diesen Leistungsdaten nehmen - hier ist der Luftdurchsatz wichtig!
Ein baugleicher Nocuta macht nur 8,2m³/h also 30% weniger und ist dazu doppelt so teuer.

Als Bauteillüfter nimmt man am besten einen Radiallüfter, Standard ist hier ein 5015
z.B. den Sunon Radial Lüfter 50x50x15mm MF50151VX-A99  nicht der MF50151V1-A99 der schafft weitaus weniger
Lüfter-Volumenstrom              9,18m3/h                                                                7,65m3/h
Geräusch                                       42,2dB(A)                                                                39.8dB(A)
Statischer Druck                         24,63mm H2O                                                       17.01mm H2O

Oder alternativ Sunon Radial Lüfter 50x50x20mm GB1205PKV1-8AY
Lüfter-Volumenstrom              9.68m3/h  
Geräusch                                       35dBA  
Statischer Druck                         16.76mm H2O
Bei etwas leiser, dafür etwas weniger Druck

Es geht hier nicht darum Sunon Lüfter zu promoten, sondern um die Werte, daher habe ich die wichtigen Werte
als Vergleichsbasis dazugeschrieben.

Hier noch was wichtiges, interessantes zu Thema Bauteil-Kühlung
Gruß
Olli
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Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird
Wasser? Das Zeug aus dem Klo?
Nutzt den Fahrplan
 
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#7
Was Olli hier und in den Beurteilungen leistet ist schon eine krasse Nummer. Vielen Dank.

Für alle Fortgeschritteren die schon mehr Erfahrung als 4 Wochen und tausend Einstelltipps "aus dem Internet" - speziell Youtube und Facebook - haben folgende Warnung:

https://www.youtube.com/watch?v=xYGHAkEHFL0

Und damit ihr auch richtig versteht was man Euch damit sagen will und wir hier tun und auch für euch leisten ist folgender Beitrag Pflichtlektüre dazu: https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=24836&pid=170964#pid170964
AchtungOffizielle 3DDC T-Shirts - Elektrolyte...
1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
5. Ich würde mir lieber Gedanken um die Ursache machen, anstatt das Symptom mit MacGyver Methoden zu bekämpfen. - th33xitus
 
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#8
Fehler im Druck - Hardware bezogen oder fehlerhafte Einstellungen

Die Links gehen zur Fehlererklärung/Behebung

Schlechte Extrusion durch fehlerhaften Extruders/Feeder:

[Bild: https://www.3d-druck-community.de/attachment.php?aid=21377]


Rattermarken im Druck  - Pulley defekt

[Bild: https://i.imgur.com/IY2247t.jpg]

Extrusionsaussetzer -  Hotend nicht richtig zusammengebaut
[Bild: https://i.imgur.com/jDf9tc1.jpg]


Z- Wobbel - noch nicht gelöst
[Bild: https://i.imgur.com/birypy0.jpg]

Z- Achse klemmt - siehe dicke Wulst im obersten Temperaturabschnitt
[Bild: https://i.imgur.com/9KQC5vD.jpg]



Oberfläche platzt auf - sogenannter Schornsteineffekt.   Entsteht bei zu hoher Betttemperatur, zu wenig Infill, zu wenig Toplayer und auch zu hohe Drucktemperatur. Abhängigkeit zum Filament ist auch gegeben.
Meistens reicht es die Temperatur des Druckbetts an dem 2. Layer zu reduzieren.

[Bild: https://i.imgur.com/44yXuzS.jpg]

Nächster.....
Gruß
Olli
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Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird
Wasser? Das Zeug aus dem Klo?
Nutzt den Fahrplan
 
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#9
Kann doch fast nicht mehr besser werden Klasse
Alle sagten: Das geht nicht. Da kam einer der das nicht wusste und hat's gemacht Wink

Hier mal ein ganz wichtiger Link:  Einstell Fahrplan, oder wie stellen wir unsere Drucker ein und mehr
 
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#10
Vielen herzlichen Dank für diesen extrem hilfreichen Fahrplan!
Als ich mit dem 3D-Druck vor so ca. einem halben Jahr angefangen hatte (seit dem druckt der Drucker mindestens 8h/Tag) hatte ich schon den Fahrplan bzw. Einstellungsthreads gelesen und dabei viel gelernt.
(Also ich nicht vergessen musste, was ich hatte "gelernt", Yoda-Speak).
Doch bevor ich den Fahrplan dann selbst durch hatte (ich habe ungeschickterweise graues Filament erst nach einem Monat bestellt),
hatte ich als 52-jähriger Haudrauf auch schon Klipper installiert und PA eingestellt und für gut befunden.

Was ich in meinem jugendlichem Leichtsinn überlesen hatte:
Zitat:"The pressure advance value is dependent on the extruder, the nozzle, and the filament.
It is common for filament from different manufactures or with different pigments to require significantly different pressure advance values.
Therefore, one should calibrate pressure advance on each printer and with each spool of filament."
Und hatte den dementsprechend als "fix" notiert.
Den Fahrplan habe ich dann für jede Spule durchzelebriert, immer mit PA auf "aus".

Der Fahrplan ist nun mein "Gebetbuch" (ich wurde schon als Missionar bezeichnet und beschimpft, da ich zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erwähne, dass der tatsächlich bei jeder Änderung (Filament oder Nozzle) einzuhalten ist).
Den vorherermittelten PA habe ich einfach wieder aktiviert. Jetzt war mir aber die Tage aufgefallen, dass meine Ecken beim Druck immer wieder mal seltsame "Unterbeulungen" aufweisen.

Hab ich erstmal hingenommen. Heute habe ich mal wieder was umgebaut (40x40x12  Betonblock unter meinen Ender 3, Silikondämpfer unters Bed, Silikonmatte (Thermomatte) unter die IKEA-Spiegelfliese) und damit wieder mal überlegt, was ich mal wieder einstellen sollte.
Da kam mit der Klipper und PA unter die Lupe. Und, au waia, das aktuell benutzte Filament kam im PA-Test mit meinen 0,68 PA genau gar nicht zurecht. 0,45 waren dann die viel bessere (viel ist untertrieben) Einstellung.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ein Hinweis auf die Klipper-Benutzer, dass der PA nach der Prozedur, und eben genau NACH der Prozedur (neu) einzustellen ist (wie ich nun vermute, das alte Filament zum Gegentesten habe ich nicht mehr) wäre vielleicht noch gut.
Aber das ist eine unbewiesene Behauptung. Um diese zu untermauern, werde ich mal PA vor und nach der Prozedur (vor heißt jetzt vielleicht mit EM 0.9, EW 0,48 (auauau) und FD von 1.75) durchführen.

Danke nochmal!
 
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