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Noname-Drucker einstellen mit M4P PLA grau
#21
Nachdem ich jetzt eben den Würfel mit 210°C angeschaut habe (die Veränderung ist nur minimal sichtbar, aber man sieht das die einzelnen Bahnen des Toplayers tendentiell höher werden (an den Glanzreflektionen). Mal ein schnelles raten:

Durch die höhere Temperatur benötigt der Kunststoff länger um abzukühlen und fest zu werden (kalter Kunststoff behält besser seine Form, warmer Kunststoff fließt ja eher). Durch die längere Zeit bis der Kunststoff unter die Glasübergangstemperatur fällt hat er länger Zeit seine Oberflächenspannung zu minimieren (möglichst kleine Oberfläche bei gleichbleibendem Volumen). Ähnlich dem Effekt warum eine Flüssigkeit im Weltraum zur Kugel wird bzw. auf einer Oberfläche zur Halbkugel wird. Dadurch "wächst" der Layer in die Höhe und wird schmäler (das Volumen bleibt ja gleich) bis er erkaltet und fest ist.

Ein kälterer Druck wiederum führt dazu, dass die gelegte Bahn näher an der Anfangssituation bleibt, so wie sie aus der Düse gedrückt wurde (kleine Höhe und breit).

Zu kalt und nix klappt. Zu warm und alles sift.  Wink
 
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#22
Zitat: Dadurch "wächst" der Layer in die Höhe und wird schmäler (das Volumen bleibt ja gleich) bis er erkaltet und fest ist.

Ganz so Nasa wird es dann doch nicht. Das hat mit der Outputbreite zu tun (der Tipp bzgl. Hydraulik ist immer noch heiss). Deswegen ist es keine so sonderlich tolle Idee den EM direkt zu reduzieren. Er wird ja bereits durch die verschiedenen Stufen in die Nähe des Zielmaterials gebracht (und hat etwas mit der Dichte des Materials zu tun).
AchtungOffizielle 3DDC T-Shirts - Elektrolyte...
1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
5. Ich würde mir lieber Gedanken um die Ursache machen, anstatt das Symptom mit MacGyver Methoden zu bekämpfen. - th33xitus
 
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#23
Bevor ich mit dem Würfel weitermache, nochmal das Thema Temperatur:


Das heiße Filament wird ja aus dem Extruder gedrückt aufgrund des EM, also wieviel Material in das kalte Ende des Hotends eingedrückt wird. Will man den Druck erhöhen, dann kann man das über den EM tun, aber allgemein eine schlechte Idee, da ja auch mehr Material durchgedrückt wird. Daher ändert man durch die höhere Temperatur die Viskosität (nimmt ab). Man hat dann eine niedrigere Fließgrenze und das heiße Filament wird bei einem geringeren Druck aus dem Extruder fließen.

Geht das so in die richtige Richtung? Gedanklich muss ich mir jetzt noch klar werden was die Dichte (höhere Temperatur = geringere Dichte?) damit zu tun hat....

Mal schnell geraten: Bei einer kälteren Extrusion ist Dichte näher an der Dichte des erstarten Kunststoff als bei einer wärmeren Extrusion. Daher wird sich das extrudierte Material (die Kunststoffwurst) nicht mehr so stark zusammen ziehen? Oder muss ich mehr in Richtung kinematischer Viskosität denken?

Aber jetzt mal die Würfel:

LW=0,33, Flow=89%:
[Bild: https://i.imgur.com/YTDUC28.jpg]

LW=0,33, Flow=88%:
[Bild: https://i.imgur.com/8FtNC8X.jpg]

LW=0,33, Flow=87%:
[Bild: https://i.imgur.com/8UaPqpz.jpg]


Ab hier hab ich dann abgebrochen. Die Bahnen gehen schon deutlich auseinander. Subjektiv sehen alle schlechter aus als der ursprüngliche mit 90% Flow.

Ab hier habe ich dann mal mit dem rum experimentieren angefangen. Ich habe einmal unterstellt, dass ich mit dem 89% Flow in der Nähe vom Ziel bin (trotz das der innere Wall des Kreises nicht mit dem obersten Layer schließt und zwei, drei Minilöcher vorhanden sind).

Ich habe dann den großen Quader gedruckt Flow=89% mit:
[Bild: https://i.imgur.com/sZm36AE.jpg]

Die oberste Schicht reißt klar auf. Nochmal ein Quader mit Flow=90%:
[Bild: https://i.imgur.com/mUEcUm3.jpg]

Wurde etwas besser. Aber den Flow jetzt zu erhöhen ist nach meinem Verständnis der falsche Weg, da ich ja nur die Lücken zwischen den Bahnen schließen möchte, aber nicht in dem ich mehr Material bzw. Masse in den Quader einbringe.

Die Temperatur auf 210°C erhöht (Flow gleich bei 90%):
[Bild: https://i.imgur.com/IvmPvjw.jpg]

Es sind etwas weniger Lücken vorhanden. Die Temperatur habe ich jetzt nicht weiter erhöht. Mein Bauchgefühl sagt, dass das auch in die falsche Richtung geht.

Was mir bei dem Drucken der obersten 10 Toplayer aufgefallen ist: So die Layer 5-7 sind komplett geschlossen ohne Lücken. Nun meine These: Wir drücken ja das Material auf eine vorhandene Oberfläche. Die ersten Toplayer "hängen" etwas durch, da sie ja nur auf dem Infill abgelegt werden. Je mehr Toplayer ich drucke, desto weniger "Luft" ist in der Realität da. Jeder Toplayer hat nach unten 0,1mm (LH) plus X platz (am Anfang hängen die Toplayer ja durch). Das X geht gegen 0, je mehr Toplayer ich drucke. D.h. der Gegendruck nimmt zu bei der Extrusion. Experimentell habe ich mal schnell einen Quader mit Bottom-Layer = 1 und Toplayer = 5 gedruckt. Ergebnis ist eine (subjektiv) tolle Oberfläche:

[Bild: https://i.imgur.com/7bygomA.jpg]

Nun bin ich ratlos. Weniger Toplayer drucken ist ja nicht die Lösung...

Was ich mir noch einmal angeschaut habe sind die Steps für die Z-Achse:
Nochmal die Würfel nachgemessen haben ca. 10mm Höhe, bzw. 5mm beim Quader. Messungenauigkeit ist ja vorhanden und der 1. Layer wird auch noch etwas stark aufs Bett gepresst.
Hab dann mal das Bett ganz nach unten gefahren (24cm) und dann auf 22cm hochfahren lassen. Dabei den Messschieber unter den X-Slider gehalten, so dass er vom Bett eingeschoben wird. War bei 5x wiederholen immer so um die 2cm (20mm). Abweichungen von +-0,03mm  (und es ist verdammt schwer den immer gleich anzupressen und gerade zu halten). Daher denke ich das die Z-Steps passen.

Wie kann ich weiter machen?  Sad
 
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#24
Ich denke Du hast immer noch Probleme mit der Förderung des Materials, man sieht am 89% Würfel, das da kaum mehr überflüssiges Material ist.
Mit der Temperatur von M4P PLA kannst Du ruhig auf 220°C gehen, (ich drucke 215°C) das Material kann das gut haben.

Also
- E-Steps nochmal checken
- mal mit 220°C drucken

Welches Hotend mit welchen Komponenten verwendest Du (ganz genau)?
Gruß
Olli
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Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird
Wasser? Das Zeug aus dem Klo?
Nutzt den Fahrplan
 
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#25
Ich habe gestern Abend noch etwas länger die gesamten Test-Würfel angeschaut und kreuz und quer verglichen. Da ist mir noch eine Unregelmäßigkeit an den Toplayern aufgefallen, so eine Art Elefantenfuß gespiegelt, mit kleiner Einkerbung bei den 1. Toplayern, was ja eigentlich für zu viel Flow steht. Ich mach mal ein paar Vergleichsbilder heute Abend.
Im Kreuzvergleich sieht man, dass bei Reduktion der EW das Problem stärker wird.

Zuerst dachte ich, dass kann ja nicht sein mit dem zuviel Flow, da der Toplayer nicht mehr geschlossen ist. Aber gedanklich passt ganz gut zu meiner These mit dem Gegendruck aus dem oberen Post und dass kann ja dazu führen dass auf den ersten Toplayern zuviel Material gedruckt wird. Irgendwann "säuft" dann der Extruder ab, da er nicht mehr per Extrusion genug Druck in der Düse aufbauen kann. Dadurch zieht er die Bahnen des obersten Layer dünner (muss mir da noch mal theoretisch über die dynamische und kinematische Viskosität mehr Gedanken machen, also wie die Viskosität bei Schubspannung durch den Extruder und die Scherkräfte der Düsenbewegung in Zusammenhang stehen).

Ich werde auch nochmal mit höherer Temperatur drucken, beginnend bei dem Testwürfel und dann den Flow reduzieren. Vielleich komme ich dann näher an den Sweet-Spot. Und natürlich ein paar Bilder vom Drucker (spez. Extruder und Hotend) heute abend hochladen.
 
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#26
Hier die Daten zum Hotend und Extruder:

Hotend: J-Head E3D V6 Clone (wie von Noname BOM - Long Distance)
Noozle: China Noname Clones - Messing 0,4mm
Throat: Bin mir gerade nicht mehr sicher, ob ich noch den Stock J-Head Throat drin habe, oder Ersatzweise diesen baugleichen Clone eingebaut habe (beide mit PTFE-Inliner). Ich glaube ich hatte den Clone nach dem sauber anschneiden und entgraten vom Throat eingebaut...
Heater: 24V 40W
Extruder: "Titan Extruder Bausatz ähnl. E3D (Ohne Schrittmotor) Tevo 3D-Drucker J-head" (von Roboter-Bausatz.de - Link geht nicht mehr)

Beide Lüfter so eingebaut, dass diese auf das Hotend blasen.

Bilder vom Hotend + Extruder:
[Bild: https://i.imgur.com/xT0z5xH.jpg]
[Bild: https://i.imgur.com/xrFoGFa.jpg]


Jetzt noch die Bilder von dem Fehlerbild, welches mir vorher nicht wirklich aufgefallen ist, da ich zuviel auf den Toplayer bei der LW Reduktion geschaut habe und zu wenig auf das Gesamtbild.

Würfel mit LW=0,33 von vorne:
[Bild: https://i.imgur.com/MQaz8aY.jpg]

Würfel so ausgeleuchtet und von vorne rechts fotographiert, so dass man den oberen Elefantenfuß gut sieht:
[Bild: https://i.imgur.com/ExqK9A3.jpg
Die Würfel mit LW=0,48 und LW=0,40 haben das nicht. Der Elefantenfuß wächst dann bis LW=0,33 an und bei LW=0,32 und LW=0,31 nimmt er wieder ab.

Ich drucke jetzt nochmal die Würfel mit LW=0.48, 0.40 und dann in -0.01 Schritten bis sich die Deckschicht schließt. Alles bei  220°C, wie vorgeschlagen.
 
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#27
Vermutlich hast Du eine Speedbremse drin (Minimum Layer Time). Diese wirkt weder auf den Button-, noch auf den Top-Layer. D.h. diese werden schneller gedruckt als der Mittelteil. So kommen diese Dinge zustande. Zudem sind entweder Deine Riemen nicht vernünftig gespannt oder Deine Lager rubbeln.
 
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#28
Minimum Layer Time ist in Cura abgestellt (auf 0). Minimum Speed auf 10mm/s default(?). Auch visuell sieht die Geschwindigkeit gleich aus. Wobei ja der Top/Bottom Speed und der Outerwall auf 50% (=30mm/s) vom Infill (60mm/s) laufen. Da halte ich mich genau an den Einstellfahrplan.

Die Miniaturführungen habe ich wie im Noname Wiki beschrieben (Videos vom DICE) gefettet mit Lagerfett / Wälzlagerfett aus'm Baumarkt. Die Flanschkugellager habe ich nicht nachgefettet / nachgeölt. Ich dachte bisher, dass das Rubbeln von den Flanschkugellagern herrührt, da durch das Core-XY Prinzip ja der Riemen einmal mit der Zähneseite aufliegt. Hatte schon überlegt ob ich da mal Pulleys einsetze.

Gespannt habe ich auf einen dumpfen "Zupfton", vorher das Hotend auf das Zentrum des Heatbeds geschoben. Ich kann auch nochmal mit der Easy-Tension App (oder wie die heißt nachgucken, ob ich da um die 70 Hz bin).

Ach ja, den oberen Elefantenfuß Effekt habe ich auch bei dem großen Quader. Und da dauern die einzelnen Layer ja schon recht lange, so dass da eine hypothetische Speedbremse ja nicht greifen würde, oder?

Edit: Ich überlege gerade ob ich die Würfel vlt noch zu heiß von Heatbed "gerissen" habe und dann die 2 Outerwalls eingedrückt habe... Ich weiß es aber nicht mehr. Werde ich jetzt mal drauf achten.
 
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#29
Der Elefantenfuss kommt auch davon, dass nicht korrekt gelevelt ist. Der Rest wird vom Speed beeinflusst. Du kannst in Cura alle Geschwindigkeiten für alle Bereiche einstellen, also auch für Outer-Wall usw., so dass da Cura die Geschwindigkeit nicht drosseln kann (außer halt mit Layer Time).
 
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#30
Genau. Hatte ich ja auf "Anweisung" von paradroid oder c1olli auf die obigen Werte eingestellt. Am Anfang bin ich alles mit 75mm/s gefahren. Ich hätte jetzt erwartet, das bei dem Testwürfel der obere Elefantenfuß nicht wirklich aufgrund von schlecht gelevelten Bed kommen kann, da es ja knapp 9mm sind um sich einzupendeln.

Wie auch immer, die ersten Testwürfel mit 220°C sind gerade fertig geworden. Ich muss noch Bilder machen, aber der Effekt scheint weg zu sein. Muss das noch abkühlen lassen und dann mal genauer von allen Seiten anschauen.

Edit: Was mir eben in Cura noch aufgefallen ist. Compensate Wall Overlaps ist per Default auf "an" gesetzt. Das mal abschalten? Ich hatte ja schon vorher das Problem, dass irgendwann der Toplayer geschlossen ist, aber die Verbindung zum outer wall nicht da war.
 
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