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Duplicator 8 / Teil zieht es manchmal vom Druckbett
#1
Hallo Zusammen

Ich bin neu in der DLP Drucker Welt. Nach einigen Test ist mir aufgefallen das das zu Druckende Teil nicht immer den gesamten Druck an der "Druckplatte" haften. Besonders wenn die Fläche die es zu belichten gibt etwas grösser wird. Das heisst ab so ca. 3cm2 Fläche. Auch ploppt dann die Projektionsfolie nach oben. Sobald sich das Teil dann von der Projektionsfolie ablöst, schnellt diese zurück. Es gab jedoch jetzt auch Ausdrucke bei denen das Teil plötzlich auf der Projektionsfolie haften blieb. Das Objekt ist dann natürlich hinüber.

Habt Ihr Erfahrung wie man das Problem angehen könnte? Ich habe mir schon einiges überlegt. Z.B. Belichtungszeit reduzieren. Jedoch weiss ich nicht ob es dann am Teil selbst noch genügend hält.

Hier eine Auflistung der verwendeten Materialien und Parameter mit denen ich Drucke.

Hardware:
Wanhao Duplicator 8, mit Wanhao 3D UV Resin (Wasser Waschbar)


Parameter:
Layerhöhe: 0.05mm
Anfangslayer: 4 Stück Belichtungszeit 10sek.
Layer: Belichtungszeit 6sek.



Gruss René
 
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#2
Dieses Problem ist eine ganz natürliche Limitierung des Systems und wird generell mit einer "Maske" gelöst. Das ist ein Image das mit in das Bild gelegt wird um die Belichtung auf der gesamten Baufläche gleichmäßig zu bekommen. Idr muss man das messen, allerdings wird auch erstmal eine Pauschale (findet man über google) reichen um das zu verstehen.
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1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
 
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#3
Hallo

Ich verstehe nicht ganz was du mit dieser "Maske" meinst.  Was bringt es den Wenn die Belichtung auf die ganze Fläche kommt? Es soll ja nur dass Objekt gedruckt werden. Vollflächig ergibt doch einfach einen nutzlosen Klotz. Redest du denn von der Belichtungszeit? Bei Google kann ich mit den genanten Begriffen leider nichts passenden finden.


Gruss René
 
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#4
es ist sicher gemeint, das eine ungleiche helligkeitsverteilung der lampe unter dem display ausgeglichen wird, in dem man die "helligkeit" bzw. lichtdurchlässigkeit des displays an den stellen wo die beleuchtung stärker durchscheint, ein wenig reduziert.

Dazu braucht man natürlich eine map mit offsetwerten für die lcd-pixel, wo dann der hell/dunkel wert der gesliceten vorlage mit den offsetkorrektuen für jeden pixel zusammengerechnet wird, um die helligkeitsverteilung zu normalisieren.
Ein Leben ohne 3D-Druck ist möglich, aber sinnlos.
 
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#5
Der Googlesuchbegriff DLP und MASKE liefert u.A. folgende Ergebnisse (wir erinnern uns, Du willst was mit DLP machen und ich habe das Wort Maske fallen lassen):

https://www.youtube.com/watch?v=YQwzc8kL0lE

Da nimmt man dann den Titel (englisch) und sucht weiter bei Google danach und erhält noch viel mehr weitergehende Infos:

https://www.google.com/search?q=dlp+greyscale+mask&oq=dlp+grayscale+mask

Und schon steckt man im Kaninchenbau. Es gibt spezielle Lichtsensoren mit Software zu kaufen die das macht. Gibt es aber auch als DIY.

Und wenn ich schon bei Google rumhänge, schaue ich mir unter dem Suchbegriff auch noch die Bilder an, visuell wird das um einiges klarer:

https://www.google.com/search?client=opera&hs=My2&sa=1&tbm=isch&q=dlp+grayscale+mask&oq=dlp+grayscale+mask

Ist doch alles easy?
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#6
Hallo Rene,
neben den Tipps der Anderen hier, mir ist bei meinem D8 aufgefallen, dass die Geschwindigkeit der Z-Achse zu hoch ist. Dies führt auch gerne zum abreissen der Objekte von der Bauplattform. Im Chitubox1.3-Slicer sind nämlich 300mm/min voreingestellt, das sind 5mm/Sek. Dadurch wirken sehr hohe Kräfte auf das Bauteil durch Sog und Druck des Resins. Eine Reduzierung auf 60mm/min bzw. 1mm/sec. brachte bei mir gute Ergebnisse. Die Zeitdauer pro Layer verändert sich daurch zwar um +10 sec. aber es ist es wert. Probiere es doch selbst mal aus und berichte hier.

Evtl. hast du die Möglichkeit morgen an dem Druckertreffen in Kassel vorbei zu schauen, da werde ich den D8 und den Eigenbau-DLP zeigen. https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=25573
Gruß
Walter

Wink  Hobby bedeutet: mit größtmöglichem finanziellem Aufwand den geringst möglichen Erfolg zu erzielen  Cry
 
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#7
Hallo zusammen

Erstmal danke für die Ausführlichen Antworten. Da ich noch ganz am Anfang stehe ist es nicht ganz easy nein. Aber ich habe mir deine Links mal angeschaut und verstehe jetzt was du mit der Maske meinst. Wenn ich diese Maske jetzt erstelle füge ich die anschliessend wo ein? In dem Programm ChiTuBox kann ich in den Einstellungen keine möglichkeit finden diese zu hinterlegen. Diese Maske müsste dann ja auf jeden Layer übertragen werden?

Löst den diese Maske das Problem des anhaftens an der Projektionsfolie? Die Belichtung wird mit der maske Regelmässig und gleich auf der ganzen Druckfläche, Jedoch löst dies das Problem der Anhaftung auch? Ich kann da den Zusammenhang noch nicht ganz nachvollziehen.

Gruss René
 
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#8
Generell: Es gibt nichts das etwas löst wenn der Kopf nicht mitmacht. Davon muss man sich trennen. Verantwortlich ist man immer selbst. Dann kommt man auch eher voran. Überall, mit allem.

Ob das die Software kann, kann ich Dir nicht sagen. Creation Workshop und Creation Workskop X als auch NanoDLP sind dessen mächtig. Mit der entsprechenden Beschäftigung laufen diese sicherlich auch mit Deiner Kiste. Eine Maske wird über jedes Bild geblendet das gesliced wurde. Das kann man auch Manuell machen, die Output Files sind nur Zipfiles mit entsprechender Ordner/Datenstruktur. Somit entpackbar, modifizierbar und wieder packbar. Wenn das bei Dir im Slicer nicht vorgesehen ist, kann man das über einen Batchprozess per Imagemanipulation auch anderweitig übertragen.

Die Anhaftung ist eine Frage der Belichtungszeit und der Haftkraft beider Medien (Folie/Plattform) - da gibt es nichts was das lösen kann weil das DEINE Einstellungen sind (siehe erster Absatz) die dazu führen - vorausgesetzt es wurde dafür gesorgt das die Belichtung auf der gesamten Plattform annähernd gleich ist. Beim D7 wurde ja immer empfohlen die Buildplate mit feinem Schleifpapier anzurauhen (um physikalische Haftfähigkeit zu addieren - Oberflächenstruktur - identisch zum Anschleifen von Harzplatten/Pertinax). Hab ich noch nie gemacht und es haftet dennoch super. Somit Urban Legend, also zu blöd für etwas zu sein und dann einen Workaround machen der nicht die Ursache behebt sondern nur die eigene "Dummheit" als Problem kompensiert. Nicht anders wie bei FDM - die Menschheit ist verloren ...

Das Haftungsproblem das Du jetzt hast ist ein Mix aus beidem: Durch die schlechtere und ungleichmäßige Randbelichtung ist dort die Haftung sagen wir auf nur 50%, in der Mitte aufgrund von ungünstigen Einstellungen nur 80% statt 100% - hält aber noch. Jetzt druckst Du, erste Schicht kommt drauf, Haftung super. Jetzt kommt die nächste Schicht, Haftung super. Nach einer Weile wird anders belichtet (damit meine ich nicht den Fakt das die Belichtungszeit verändert wird sondern die Durchleuchtungskraft der UV Lampe durchs Display auf die zu druckende Schicht UND weitere darüber). Das erzeugt wie beim FDM natürlich Verspannungen (Belichtung erzeugt Wärme! Und zwar hier zweierlei Arten). In der Summe ist das wie ein Krummes Bett beim FDM. Effekte sind identisch.

Jetzt löst sich der Rand, Mitte haftet es noch. Von Deiner Gesamthaftung, sagen wir 50% + 80% / 2 = 65% bleiben jetzt für die Mitte immer weniger über, da die das abgelöste "mittragen" muss von der Haftung. Je weiter man im Druck fortschreitet, desto schlimmer wird es weil die Gesamthaftung immer mehr abnimmt.

Immer noch Easy. Davor setzen und nicht ans nächste Druckteil denken. Davor setzen und nachdenken wie der Scheiss funktionieren könnte, was passiert und was das beeinflusst. Eine Kleinigkeit modifizieren und schauen was passiert. Wenn man es nicht sieht/versteht, Extremwerte einsetzen, dann erkennt man was das Ding überhaupt macht. Ich weiss, hier sind die Wannen etwas hinderlich da sie den Blick erst nach 2-3cm halbwegs freigeben und da schon alles passiert sein kann. Aber wenn man den Druck mal in 5cm Höhe beobachtet (einen "kleinen" von der Fläche) dann kann man das sehen was auch dort passiert, wo man nichts sehen kann. Denn es wird nicht anders, die Umgebungsvariablen ändern sich nur permanent leicht. Der Prozess und die Physik bleibt identisch.

Ein Workaround für Beschäftigungsfaule: Ersten Layer stark überbelichten und alle Modelle auf einer Supportplattform drucken. Auch das kann Creation Workshop - ob das Deine Software kann, weiss ich leider nicht (und will es auch nicht wissen).
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2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
 
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#9
(01.02.2019, 12:32)schiffbastler schrieb: Hallo Rene,
neben den Tipps der Anderen hier, mir ist bei meinem D8 aufgefallen, dass die Geschwindigkeit der Z-Achse zu hoch ist. Dies führt auch gerne zum abreissen der Objekte von der Bauplattform. Im Chitubox1.3-Slicer sind nämlich 300mm/min voreingestellt, das sind 5mm/Sek. Dadurch wirken sehr hohe Kräfte auf das Bauteil durch Sog und Druck des Resins. Eine Reduzierung auf 60mm/min bzw. 1mm/sec. brachte bei mir gute Ergebnisse. Die Zeitdauer pro Layer verändert sich daurch zwar um +10 sec. aber es ist es wert. Probiere es doch selbst mal aus und berichte hier.

Evtl. hast du die Möglichkeit morgen an dem Druckertreffen in Kassel vorbei zu schauen, da werde ich den D8 und den Eigenbau-DLP zeigen. https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=25573

Danke für den Tipp. Ja es ist Standard bei mir auch 300mm/min eingestellt. Ich werde das mal testen. Nach Kassel werde ich es morgen nicht schaffen. Aber es klingt Interessant. Euch viel Spass.

(01.02.2019, 15:04)paradroid schrieb: Generell: Es gibt nichts das etwas löst wenn der Kopf nicht mitmacht. Davon muss man sich trennen. Verantwortlich ist man immer selbst. Dann kommt man auch eher voran. Überall, mit allem.

[...]


Keine Angst ich bin nicht Beschäftigungsfaul. Nur wollte ich mal nach Erfahrungswerten fragen ich welche Richtung ich ausprobieren muss. Und da habe ich ja jetzt einige Tipps erhalten. Diese werde ich jetzt mal testen und mich dann an das optimum herantasten. Mir ist klar dass gerade in einem Forum viele Anfänger mit den gleichen Problemen ankommen. Deshalb verstehe ich auch deine etwas Sarkastische Art. Trotzdem Danke das du dir die zeit genommen hast diese Erklärungen zu schreiben.

Gruss René
 
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#10
So ich habe heute mal eine Maske erstellt. Die ungleichmässigkeit der Belichtung scheint aber gar nicht so extrem zu sein. Jetzt muss ich noch schauen wo ich diese Maske in der Software hinterlegen kann. Und falls dass in der von Wanhao mitgelieferten nicht möglich ist, muss ich schauen was es so auf dem Markt gibt was den Drucker unterstützt. Am liebsten hätte ich da eines das auf Deutsch eingestellt werden kann. Hat da jemand Erfahrung mit Komplatiblen Programmen?

Auch lief heute der Drucker den ganzen Tag. Habe mal etwas mit den Parametern gespielt. Leider hatte ich trotzdem oft das Problem, dass sich zumindest ein Teil leicht von der Druckplatte gelöst hat und das Ergebniss dadurch nicht perfekt wurde. Ich werde da weiter testen.


Hier noch ein Bild von der erstellen Maske.

[Bild: https://i.imgur.com/frPGEln.jpg]

Gruss René
 
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