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Inbetriebnahme: Black'π'coreXY
#1
Moin in die Runde,

wie ihr vermutlich schon mitbekommen habt, komme ich mit meinen Druckerneubau so ganz langsam in die Phase der Inbetriebnahme. Auch wenn die ganze Elektronik noch in wilder Verdrahtung lose in der Gegend herumliegt, fange ich langsam an, dem guten Stück Leben einzuhauchen.

Das bringt mich zwangsläufig an den Punkt, mich mit der Einstellung zu beschäftigen. Ich habe mich entschieden, hier einen neuen Fred für die Einstellerei aufzumachen, um den Baubericht nicht noch mehr zu 'überfrachten'.

Zwar habe ich den Einstellfahrplan bereits erfolgreich an meinem abgerauchten Chinesendrucker durchlaufen, aber es gibt doch ein paar Unterschiede. Dazu ein paar Überlegungen:
  • Der Drucker ist natürlich komplettes Neuland, dessen Fähigkeiten und Leitungsgrenzen mehr oder weniger unbekannt sind. Diese möglichst schnell und effizient auszuloten ist das Ziel.
  • Dazu kommt der übliche Spagat: Maximale Druckgeschwindigkeit bei maximaler Ausgabequalität erreichen.

Als grobe Richtlinie für den o.g. Spagat lege ich für mich als Präferenz fest: 66% auf Ausgabequalität, 33% auf Druckgeschwindigkeit.

Wie fängt man es am geschicktesten an? Dafür werde ich die strikten Vorgaben des Einstellfahrplanes hinsichtlich der Druckgeschwindigkeit wohl etwas verbiegen müssen. Eine Geschwindigkeit von 60mm/s ist so weit ab vom Ziel, daß die Ergebnisse daraus nicht von Interesse sein können. Spannender ist die Frage mit welcher Geschwindigkeit fängt man dann an?
  • Der Geschwindigkeitsrekord für den 'kleineren Bruder', sprich: die Standardversion, liegt bei wahnsinnigen  800mm/s. Ich baue die die Variante HD9 - mechanisch stabiler, gleiche Motoren - die das mechanisch auch bringen sollte.
  • In anderen Videos über diesen Druckertyp sieht man meistens Geschwindigkeiten zwischen 400 und 600mm/s.
  • Meine vorläufige Zielgeschwindigkeit ist erstmal bei 400mm/s. Das ist schon SEHR ordentlich, läßt aber sogar noch Spielraum nach oben.
  • Ob meine Druckkopfkonstruktion dabei mithalten kann ist allerdigs ungewiß...

Einerseits bin ich natürlich versucht mit 400mm/s einzusteigen, weil ich einfach fickerig darauf bin das zu sehen!

Big Grin

Andererseits möchte ich natürlich nicht gleich Schiffbruch erleiden und eine Referenz für die mögliche Ausgabequalität möchte ich auch haben. Wenn ich mich an meiner oben festgelegten Präferenz von 33% für die Druckgeschwindigkeit orientiere sollte ich wohl lieber langsam anfangen - großzügig gerechnet sind 33% von 400mm/s knapp:

150mm/s 

Tongue Natürlich ist der Rechenweg abstrus!  Rolleyes

Ich denke, das ist ein vernünftiger Startwert ... fange ich da an, wo der CR10 aufhört - ist auch ein Plan!

Cool

Und nochmal ganz Abseits vom Einstellfahrplan: Wie stelle ich den Retract mal wirklich sauber ein?

Was haltet Ihr von diesem Retraction Calibration Tool hat das schon mal jemand benutzt?
Beste Grüße
Frank




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Drucker: Filament:
  • eSUN PLA+
    • 45°C/190°C @ 120 mm/s
    • 50°C/195°C @ 300 mm/s
 
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#2
Hast Du denn den Einstellfahrplan mit dem neuen Drucker in der normalen Geschwindigkeit schon durchgeführt ?
Das würde ich zuerst machen um den Drucker kennen zu lernen und wenn er sauber druckt kann man hochdrehen.

Wie man den Retract wirklich einstellt ?
Man lernt mit der Zeit die ganzen Dinge optisch am Druckteil zu erkennen.
Sehr hilfreich ist es meiner Meinung nach, zuzuschauen wie der Drucker druckt.
Ich hab mir teilweise mit ner Lupe angeschaut wie die Bahnen gelegt werden, wie er um Ecken fährt und bei Fehlern, warum er die da macht.
Für meine Drucker hab ich die Maße ja nun schon ein paar Jahre, da brauche ich je nach Fiament dann nur 0,1 oder 0,2mm nach oben oder unten korrigieren.
Irgendwelche Retract-Tower nehme ich dafür nicht, ich sehe das am "normalen" Druckteil.
 
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#3
Moin,

Nein, bislang hat der Drucker noch keinen Meter Filament gesehen. Das sind alles noch Vorüberlegungen.

Bei den Retracteinstellungen fehlt mir eindeutig die Erfahrung, wie bei den meisten anderen Druckfehlern auch. Ich erkenne wohl die Fehler, aber der Rückschluss auf den passenden Parameter ist nicht da. Deshalb suche ich nach objektiven Kriterien.
Beste Grüße
Frank




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#4
So banal es auch klingen mag, aber @Fellwurst hat recht: mach lieber mal einen klassischen Einstellfahrplan. Danach kannst du ja immer noch direkt auf deine angepeilten 150mm/s switchen. Wenn dann Probleme auftauchen, hast du immerhin Werte die funktionieren und auf die du zurückgreifen kannst.
Sportlerzitat: "Wenn ich nicht verliere, kann er nicht gewinnen..." - alles klar?  Big Grin


>> Extruder vs. Feeder <<

 
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#5
Das miese beim 3D Druck ist ja, es können immer mehrere Sachen sein die einen bestimmten Fehler auslösen.
Also beim Retact schaue ich z.B. wie die Z-Naht aussieht (zu dick oder ne Lücke), ob es Fäden zieht oder sich Material an der Düse sammelt bei Leerwegen.
Gemein ist allerdings, es werden Fäden gezogen bei zu wenig, aber auch bei zu viel Retract.
Ebenso werden Fäden gezogen bei manchen Filamenten wenn zu viel Bauteilkühlung eingestellt wird, zu kalt oder zu heiss gedruckt wird oder das Filament feucht geworden ist.
Es ist nicht so einfach zu sagen, wenn das passiert, dann mut du genau das machen.
Bei jedem Druckteil was etwas schwieriger zu drucken ist, wie z.B. mit Überhängen oder Brücken, muss ich die perfekte Einstellung erst finden.
Große Teile benötigen andere Einstellungen wie sehr kleine.
Nicht immer liege ich mit meiner bisherigen Erfahrung richtig und teste weitere Eistellungen.
Mit dem Einstellfahrplan findest du nicht die Einstellung die du für alle Drucke anwenden kannst, du lernst aber den Weg sie zu finden.
Beim Retract dreht man aber nicht so viel rum.
Der ist ja mechanisch vorgegeben und ändert sich vielleicht ganz leicht je nach Filament.
 
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#6
(11.11.2022, 13:47)limefrog schrieb: Und nochmal ganz Abseits vom Einstellfahrplan: Wie stelle ich den Retract mal wirklich sauber ein?

startwert: 1mm für direct feed, und dazu noch das händisch ausprobierte bowdenspiel wenn ein bowden zum einsatz kommt.
da bist du mehr so am unteren ende der typischerweise funktionierenden retraktlänge. zum optimieren bis zu 0,6mm verlängern.

Wenn du bei weiteren versuchen auf werte kommst, die davon deutlich abweichen, dann ist damit zu rechnen das der fehler woanders liegt, wie retraktspeed oder die oben genannten anderen probleme.
Ein Leben ohne 3D-Druck ist möglich, aber sinnlos.
 
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#7
Ok, geht los jetzt!

Die Elektronik hängt zwar noch wie Kraut und Rüben an der Maschine herunter, aber alle Strippen haben jetzt Anschluß gefunden und der Spaß kann beginnen.

Neuer Drucker neues Glück: Deshalb tausche ich auch gleich das Betriebssystem für den Pi aus (Octoprint -->  MainsailOS) und weil es gerade so schön ist wird der Slicer auch gewechselt (Prusa --> SuperSlicer )

Also radikaler Schnitt um nahezu bei Null anzufangen...

Im Moment kämpfe ich noch mit einer kurzen knackigen Startsequenz und der verläßlichen Datenübergabe vom Slicer, sieht aber meiner Menung nach schon ganz Brauchbar aus:


Code:
[gcode_macro START]
#   Use START for the slicer starting script - PLEASE CUSTOMISE THE SCRIPT FOR YOUR SLICER OF CHOICE
gcode:
   G28                            ; home Axes
   Z_TILT_ADJUST                  ; automated bed leveling
   M104 S{ params.TOOL_TEMP }     ; heat the tool to temperature
   M140 S{ params.BED_TEMP }      ; heat the bed to temperature
   G92 E0                         ; reset extruder distance
   G1 X0 Y0 F10000                ; move to home
   M109 S{ params.TOOL_TEMP }     ; heat the tool to temperature and wait
   M190 S{ params.BED_TEMP }      ; heat the bed to temperature and wait
   G1 Z0.2                        ; get ready to prime
   G1 X300 E30 F3000              ; prime nozzle
   G92 E0                         ; reset extruder distance


[gcode_macro END]
#   Use END for the slicer ending script - PLEASE CUSTOMISE THE SCRIPT FOR YOUR SLICER OF CHOICE
gcode:
   M400                           ; wait for buffer to clear
   G92 E0                         ; zero the extruder
   G1 E-4.0 F5000                 ; retract
   G91                            ; relative positioning
   G0 Z1.00 X20.0 Y20.0 F20000    ; move nozzle to remove stringing
   M104 S0                        ; turn off hotend
   M140 S0                        ; turn off bed
   M106 S0                        ; turn off fan
   G1 Z20 F10000                  ; move nozzle up 20mm
   G90                            ; absolute positioning


Das Gegenstück zur Startsequenz im Slicer:


Code:
START tool_temp=[first_layer_temperature] bed_temp=[first_layer_bed_temperature]

bzw. zur Endsequenz:

Code:
END

Allerdigs schleppt die Düse zum Teil den Schmodder der beim Aufheizen heraussuppt mit bis auf das Druckteil. Hat da jemand ein Rezept, wie sich das besser verhindern läßt?
Beste Grüße
Frank




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#8
Sodele,

auch der Pressure_Advance Faktor ist ermittelt. Und hier kommt er, out of the Box, ohne Optimierungen im Slicer: Der erste Testtwürfel - Druckzeit 16 min! Ich habe auch extra mein altes Macro-Objektiv rausgeholt damit die schmutzige Wahrheit in allen Details sichtbar wird.

   

   

   

   

   

   

Bin gespannt auf das Urteil…

Big Grin


Editiert 

Die Würfelhöhe bin ich noch schuldig: 10.0 mm!
(vermutlich fehlen 2-3 Hundertstel, aber die kann ich auf meiner antiquerten Schieblehre nicht ablesen.)
Beste Grüße
Frank




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#9
Seit wann drucken wir Testwürfel it 3 Wänden ? Wink Big Grin
Aber mal ehrlich....
Um zu sehen was der Drucker kann solltest Du schon nach Fahrplan arbeiten.
So haben wir keinen Vergleich, da wir auch gar nicht wissen wie schnell usw.
 
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#10
Bei mir folgt nach dem Z_Tilt nochmal ein Homen von Z.
Denn wenn das Bett im Worst Case ungünstig stand, ist natürlich das erste Homen dann nicht mehr gültig für Z.
Bitte auch die Druckparameter mit angeben.
Ansonsten sieht es für den ersten Druck gut aus. Müsstest nur den Fokus richtig setzen.
Gruß,

Brian

"Eine gute Problembeschreibung ist die halbe Lösung!"
Befolgt den Einstellfahrplan!
 
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