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[Frage] Woher kommt eine paarige Anordnung der Bahnen?
#1
Question 
Hallo zusammen,

ich arbeite gerade den Einstellfahrplan an meinem Ender 3 S1 Pro ab.
Ich habe mir eine Mikroskopkamera besorgt, um die Oberfläche besser beurteilen zu können.
Jetzt habe ich bei recht magerer Einstellung an dem 50x50er Quader festgestellt, dass immer zwei Bahnen Kontakt haben und zwischen den Paaren immer Luft ist, also keine Verbindung herrscht.
Nur da, wo in der Ebene darunter eine Bahn kreuzt, herrscht unter der Nozzle entsprechender Gegendruck, der dafür sorgt, dass die Bahn breiter wird und somit minimaler Kontakt vorhanden ist.
Auf dem Bild sieht man dieses systematische Phänomen.
[Bild: https://i.imgur.com/44KaWmr.jpg]

Hat jemand eine Idee, woher diese paarige Anordnung kommt, bzw. ob man das justieren kann?

Zweite Frage:
Im Einstellfahrplan heißt es man soll beim Einstellen des Flows denjenigen Würfel herauspicken, bei dem die Oberfläche gerade noch so verschlossen ist.
Aber wie verhält es sich in dem Fall mit der Festigkeit des Drucks? Wenn die Bahnen gerade so Kontakt haben, existiert doch kaum eine Fläche, die Kräfte übertragen kann.

Bestimmt gibt's dafür einfache Erklärungen, die ich mir als Laie aber aktuell noch nicht herleiten kann...

Vielen Dank an alle!

Gruß, Christian
 
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#2
(23.11.2022, 21:11)ChrisT schrieb: Hat jemand eine Idee, woher diese paarige Anordnung kommt, bzw. ob man das justieren kann?

Wie fast immer gibts mehrere Ursachen. U.a.:
-eine verschmutzte Nozzle - einseitiger Auswurf
-oder auch eine unregelmäßige Bohrung, oval oder bereits verschlissen - einseitiger Auswurf
-"Dehnung" des Riemen, also Zug mal in die eine, mal in die andere Richtung, (s. Lasttrum - Leertrum) also eine Art "Spiel" am Druckkopf ... dreh mal das Teil um 45° und redrucke mit ansonsten den selben Einstellungen und zeig nochmal ein Bild, wie es dann aussieht.
-Luftstrom bei Bauteilkühlung
-etc.

ChrisT schrieb:Zweite Frage:
Im Einstellfahrplan heißt es man soll beim Einstellen des Flows denjenigen Würfel herauspicken, bei dem die Oberfläche gerade noch so verschlossen ist.
Aber wie verhält es sich in dem Fall mit der Festigkeit des Drucks? Wenn die Bahnen gerade so Kontakt haben, existiert doch kaum eine Fläche, die Kräfte übertragen kann.

Gerade noch so mit einer homogenen Oberfläche, also ohne Lücken oder Aufwürfe weil die Nozzle durchs Material pflügt.

Kräfteübertragung: Wenn sich die mehr oder weniger flüssigen Bahnen/Kunststoffflächen berühren fließen sie idealerweise ineinander.
Abstand zu groß = weniger Haftung; Rumgepresse = viel hilft nicht immer viel - allen YoutubeVideos zum trotz Wink

 
Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben.
Vom Pfuschen nie.
 
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#3
(23.11.2022, 21:11)ChrisT schrieb: Hat jemand eine Idee, woher diese paarige Anordnung kommt, bzw. ob man das justieren kann?

Ich habe den Verdacht, dass neben den von @m!b genannten Faktoren noch etwas anderes eine Rolle spielen könnte.

Meine Hypothese:
Die Düse zieht ja eine "Plastikwurst" hinter sich her. Am Umlenkpunkt folgt der Filamentstrang der Bewegung der Düse und ist damit zunächst etwas näher an der ersten Bahn (ein bisschen wie ein Anhänger hinter einem Fahrzeug) und kommt mit dieser in Kontakt. Dadurch klebt der Filamentstrang an der vorherigen Bahn seitlich fest und wird im weiteren Verlauf der Bahn permanent mit leichter Kraft dorthin gezogen. Am nächsten Umlenkpunkt bewegt sich die Düse in die Gegenrichtung, weg von Bahn eins und zwei. Nachdem Bahn zwei einen Versatz hin zu Bahn eins hat, ist die Lücke am Umlenkpunkt jetzt so groß, dass die neue dritte Bahn keinen Kontakt zur vorherigen Bahn bekommt. Sie wird daher isoliert mit etwas Abstand zu Bahn zwei gedruckt. Am nächsten Umlenkpunkt beginnt das ganze dann wieder von vorne. Es liegt bei jedem Paar eine Bahn auf "Sollposition" und eine mit etwas Versatz daneben.
Grüße
Markus


Projektbericht Ender 3 V2 Um- und Anbauten
 
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#4
LW noch zu breit.

Es kommt jedes mal zu wenig Kunststoff heraus als das die Versetzbreite hergibt.

Kunststoff hat allerdings die "Macke" sich an eine bereits vorher gelegte Bahn zu ziehen - wenn der Abstand nicht zu groß ist. Dabei erzeugt es einseitig immer einen noch größeren Abstand.
AchtungOffizielle 3DDC T-Shirts - Elektrolyte... Einstellfahrplan
1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
 
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#5
geringes umkehrspiel begünstigt das verhalten auch, z.b. eine riemenumlenkrolle, die in der halterung nen halben millimeter spiel hat und bei richtungswechsel hin und her wackelt.
Ein Leben ohne 3D-Druck ist möglich, aber sinnlos.
 
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#6
Du hast das auch bei einem 90° Infill. Und dann hast Du nur eine Bewegungsrichtung auf einer Achse. Dort hast Du es identisch.

Somit wieder mal das leidige Thema "Umkehrspiel": Nein, davon kommt es in diesem Ausmaß nicht. Hatten wir schon geklärt in einem anderen Thread dachte ich (vor mehr als 4 Jahren). Wink

Siehe: https://www.3d-druck-community.de/showthread.php?tid=23658&highlight=umkehrspiel

Komplexität rausnehmen. Neu beobachten. Mehr wissen.

Im Gegensatz zum Bild von Kernfusion ist das hier pipifax. Aber identisch. Denken wir daran, Kernfusion hat seine Düsen poliert und somit den Gegendruck weitgehend rausgenommen. Nicht das beste (ohne Rekonzeption der Düse und somit eine speziell angefertigte Düse zum Polieren - wie wir es auch mit MaPa gemacht hatten - und dort hat es dann gut geklappt, selbst beschichtet).

Der Effekt das 2 Bahnen näher aneinander sind liegt am warmen Kunststoff. Die erste Bahn (von der Seite wo angefangen wird) zieht die zweite neu abgelegte Bahn leicht an. Für die nächste Bahn ist dann allerdings der Abstand zur Vorbahn zu weit weil diese ja schon an die andere angezogen wurde. Also legt er sie wieder "normal" ab wobei dann die wiederum nächste Bahn sich wieder anziehen kann.

Gäbe es diese Eigenschaft nicht, hättest Du zwischen allen Bahnen den selben Abstand. Das ist hier allerdings kein Fräsen.
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