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Was kann man von Testberichten zu 3D Druckern halten
#1
Wink 
Hallo,

zuerstmal,....ich gebe hier meine persönliche Meinung aus eigenen Erfahrungen mit verschiedenen Druckern wieder die durchaus von anderen Meinungen abweichen kann.

Wenn ich mir als Neueinsteiger einen Drucker anschaffen möchte ist es oft so, daß man Tante Google bemüht und nach Testberichten sucht als Entscheidungshilfe.
Was kann man also von Testberichten halten ohne Wissen und Erfahrung zum 3D Druck zu haben.
Meine persönliche Einschätzung dazu ist, daß solche Testberichte nur sehr bedingt als Entscheidungshilfe tauglich sind und eigendlich nur eine grobe Richtung vorgeben können.

Warum:

meine Gründe dazu sind vielfältig und aus meinen eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen Vieler aus Foren und persönlichen Bekanntschaften begründet.

Zwei einfache Beispiele die eine Problematik zur Entscheidungshilfer besser verdeutlichen.

Der Macerbot Replicator 2 schneidet in verschiedenen Tests zu teilweise den selben Konkurenten sehr unterschiedlich ab. Einmal ist der Testsieger und ein anderes Mal belegt er gerade mal Platz 6 von 10 bei sehr ähnlichen Testbedingungen.

Ein weiteres Kuriosum für mich ist der Freesculp EX1
Dieser Drucker ist extrem laut, kann nur ABS drucken bei nur sehr geringer Qualität. Die mitgelieferte Software ist vorsichtig ausgedrückt nicht besonders gut und die Geruchsbelästigung beim Druck ist eklatant. Dazu kommt noch, daß man oft nicht zum Drucken kommt, da dieses Gerät sehr oft schon im Auslieferungszustand defekt ist und auch so vieles sehr oft defekt geht was meist den Austausch des kompletten Druckers nach sich zieht. Dieser Drucker bekommt in Testberichten ohne wirkliche Begründung entweder keine Bewertung oder schneidet in Anderen sogar mit "gut" ab.

Genauso erhält es sich durchgehend mit den meisten Druckern, wobei der Einfluß von Werbeplazierungen bei jeweiligen Tester wohl auch einen gewissen Einfluß zu haben scheint.

Das weitere sind die Testkriterien.
Es wird versucht in der Regel drei gleiche Ausdrucke zu vergleichen die mit möglichst Identischen Einstellungen gesliced wurden. Dabei werden aber keine Angaben zum Filament und allen anderen Umständen gegeben. Und eine Vergleichbarkeit kann so wohl nicht sein, da die Drucker eben nicht mit den selben Materialien funktionieren und teilweise auch nur mit der eigenen Software.
Eine Vergleichbarkeit wäre in gewissen Sinne da nur gegeben wenn ein Profi das maximal mögliche aus dem jeweiligem Drucker herausholt und diese Egebnisse dann vergleicht.

Auch dazu habe ich ein Beispiel wie weit Testergebnisse von der Wirklichkeit abweichen können.
Ich habe einen NEO von German RepRap, der durchgehend in den Tests mäßig bis schlecht abschneidet. Wenn ich darauf drucke erhalte ich Ergebinisse die sich nicht vor den Testergebnissen des Ultimaker 2 verstecken müssen der durchgehend mit die besten Bewertungen erhält.
Der Grund dazu ist ganz einfach, daß eben bei keinem Drucker die Standarteinstellung das erbringt was man sich erhofft und einiges an Erfahrung und Wissen dazu gehört. Auch ein Unnimaker wird ohne das nicht gut funktionieren.

Der bessere Weg  für eine Anfänger ist es sich in Foren ausgiebig einzulesen und vielleicht auch ein Fablab zu besuchen und auf den Erfahrungen die die Praxis bietet aufzubauen. Kein noch so gut getester Drucker kann einen Mentor, Erfahrung und Wissen ersetzten da der Drucker immer nur 50% des Ergebnisses ausmachen wird.

Gruß Edwin
 
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#2
Man muss ebenso beachten, das Testberichte zum Teil auch gekauft sind - jaja, darf man nicht, wen schert es. Man kann es eher auch nicht belegen.

Ein Beispiel? Ein "Redakteur" bekommt von einem Händler 3 Drucker zum testen und zurücksenden und von einem Hersteller einen Drucker zum testen und behalten. Was wird wohl passieren? Oftmals sogar nicht einmal böswillig, aber so funktioniert die menschliche Psyche halt wenn man nicht absolut auf der Hut ist.

Nein, ich bin kein Pessimist sondern Realist - ein Optimist mit Erfahrung. Ich erwarte idr. erstmal das Negative und lass mich vom Positiven überraschen. So erspart man sich Enttäuschungen.

Gruß,
Alex
 
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#3
... in diversen 'hardcore'-Tests zwischen einem der RepRap-Derivate und kommerziellen 3D-Druckern hat sich immer wieder gezeigt, daß ein erfahrender Anwender mit optimal eingestelltem 'Billig-Bausatz-Drucker' durchweg bessere Ergebnisse hinbekommt, als die kommerziellen Geräte Tongue

Zum Teil liegt es auch daran, daß in der DIY-Welt ständig nach der idealen Lösung gesucht wird oder herumprobiert wird, was geht bzw. was es noch besser macht.

Auch mit den UV-resin-Druckern sieht es ähnlich aus - mit einem geschickten Aufbau und etwas Vorerfahrung/know-how haben wir mit einem DIY-DLP-3D-Drucker (Selbstkosten weniger als 500€) mit Druckauflösungen bis runter zu 0.01mm viel bessere Ergebnisse hinbekommen, als mit einem kommerziellen Gerät für 50k€ überhaupt möglich sind Wink

Viktor
 
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#4
Tjo, und wenn Hersteller oder kommerzielle Kunden in diese Richtung keine Argumente mehr haben, die sie sowieso innerlich weggewischt haben, kommen sie mit vermeintlichem support, Ersatzteile und anderen Dingen, um innerlich zu rechtfertigen, wieso sie bei angenommen gleicher Qualität, den 20 fachen Preis bezahlt haben.

Alles verständlich, das hat jeder in irgendeinem Bereich, einer unserer evolutionären Denkfehler, die zwar früher unser überleben gesichert haben, heute aber leider fehl am Platz sind... das ist aber ein anderes noch größeres Thema.
 
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#5
... ich denke, das geht in Richtung Massenpsychologie bzw. Gruppendynamik - es gibt immer wieder Leute, die sich mit einem Thema intensiv beschäftigen und es 'durchdringen' ... die Mehrheit hat dazu aber gar keine Möglichkeit oder Gelegenheit.

Wieviele 'tinkerer' kommen auf 1000 Leute mit einem 3D-Drucker Daheim? - in der Anfangszeit (vor 2008) war das die Mehrheit, weil nur Bastler sich mit derartigen Themen beschäftigen ...

Heute, wo du überall (manchmal sogar schon im Kaffe-Shop!) günstigste 3D-Drucker-Bausätze oder Fertiggeräte kaufen kannst, dürfte sich das eher zu 1:999 verändert haben ... tendenz steigend Sad

Und im Kundenbereich ist das noch stärker ausgeprägt - wer ein Gerät (mit Gewährleistung) (teuer) kauft, will sich nicht mit Problemen oder viel Reinlesen+Nachdenken herumschlagen müssen ... je mehr 'kommerziell', umso ausgeprägter ist dieses Verhalten Confused
 
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#6
Jetzt habe ich sogar endlich einen Test gefunden indem als Fazit, wenn auch durch die Blume geschrieben wird, daß der Drucker Sch..... ist

http://3d-drucker-test.eu/freesculpt-ex1-plus/
 
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#7
ich schätze mal, dass die meisten da eher "neutral" bewerten, weil sie einfach schiss haben.
gibt mehr als genug unternehmen, die dir mal eben ganz flott ne abmahnung rüber schicken, wenn du ihr produkt als "elektroschrott" oder so bezeichnest ^^ ob das dann wirklich die wahrheit ist, oder eben nicht sei einfach mal dahin gestellt. aber ich tippe einfach drauf, dass die meisten einfach nur kein bock auf post vom anwalt haben Wink
 
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