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Eine Prima Anleitung zum Acetonbedampfen
#11
Ich habe gestern Abend mal einen Versuch mit einer Heizplatte meines ausgemusterten Wasserbettes getestet.

Die Heizplatte kann laut Temperaturregler nur auf ca 38-40 degC aufgeheizt werden.
Als Behalter habe ich ein grooooosses Gurkenschraubglas benutzt.
Das zu bedampfende teil ist ein Glied aus einer Energiekette, welches ict einem Draht ca 1cm ueber den Boden des Glases gehaengt habe.
Einen kleinen Schuss Acethon ins Glas ,Deckel auflegen, und dieses dann auf die Heizplatte gestellt.
Es hat schon ein paar Minuten gedauert bis sich der Acethondampf an den Glaswaenden gebildet hat.. Ich denke ldas liegt an dem dicken Glasboden und die geringe Heizleisstung der Heizplatte.
Aber nach einigen Minuten fing da Teil an zu glaenzen. :-)
Auf der Unterseite sind noch einige Drucklinen nicht zerlaufen, aber der rest sieht recht gut aus fuer den ersten Versuch.
Liegt wohl an den Rueckstande vom Kleber welchen ich auf die Druckplatte aufgebracht hatte .

Ich werde spaeter noch ein paar Bilder dazu hochladen .

Gruss Andy
Gruss
Andy
 
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#12
Hier die Bilder
[Bild: http://images.tapatalk-cdn.com/15/11/16/61c6623acee7bbcca917b91f38283ebb.jpg]

[Bild: http://images.tapatalk-cdn.com/15/11/17/7d45d359f650f524659f081acedfdf2e.jpg]

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
Gruss
Andy
 
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#13
40°C sind etwas zu wenig was man auch sieht. Da braucht es wohl länger die Oberfläche wirklich glatt zu bekommen wesahlb wir auch warmes Wasser verwenden.

Aber trotzdem mal ein guter Anfang.

Wenn Du die Energiekette auf Drahtspitzen stellst die die Teile innen halten werden sie auch rundum glatt.
 
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#14
Moin Edwin,
Das teil ist eigentlich rundherum schon glatt geworden. Nur der Boden an dem wohl noch etwas Kleber haftete nicht.
Ich werde noch ein Bild reinstellen wo man das Teil von oben sieht.
Ich habe in nem anderen Thread gesehen dass man mit einem mist mit lauter Pins (Tackeklammern) eine gute basis fuer das Bedampfen
herstellen kann. Ich werde beim naechsten Versuch dies miteinbeziehen.
Gruss
Andy
 
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#15
Hi,

ich fand diesen link sehr gut:

Der Nudeltopf

Gruß Götz
 
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#16
Mal so nebenbei..
kann man PETG auch bedampfen um so eine glatte Oberfkläche zu erhalten ??
 
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#17
Jein. PETG wird an den Kanten runder und über längere Zeit bekommt man auch ne glattere Oberfläche hin.

Ist aber dann weit weg von Maßhaltig und es gibt noch ein weiteres Problem: Wenn Du Dünnwandige Objekte hast, kann das stark schrumpfen. Ich habe eine PETG-Vase mal vor ner ganzen Weile bedampft, die war dann ca. 30% eingegangen. Und zwar fast nur im Durchmesser, nicht aber kaum in der Höhe.
AchtungOffizielle 3DDC T-Shirts - Elektrolyte...
1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
5. Ich würde mir lieber Gedanken um die Ursache machen, anstatt das Symptom mit MacGyver Methoden zu bekämpfen. - th33xitus
 
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#18
Und hier eine kleine Bildergeschichte, wie ich meine Kleinteile bedampfe. Sollte ich mal größere Teile bedampfen wollen, besorge ich mir einfach ein größeres Gefäß.

Das von mir derzeit genutzt Gefäß gibt's hier:
https://www.laborshop24.de/becherglaeser-becherglas-niedere-form-250ml.html

Kostet immerhin 3,08 EUR (plus Versand). Die Anschaffungskosten bringen einen also vermutlich nicht um.

Vorteil: es ist aus Glas und man sieht, was passiert. Smile

Noch ein Vorteil: der Händler verkauft diese Gefäße bis zu einem Volumen von 10 Litern! Das wird dann allerdings etwas teurer ... Wink

Hier der Überblick der erhältlichen Gefäße:
https://www.laborshop24.de/glaswaren-glasbehaelter-laborglaeser/becherglaeser/becherglaeser-becherglas-niedere-form/

Hier das Druckobjekt ( E3D v6 Hotend - 40mm Fan Duct ) vor dem Bedampfen:
   
Und so sieht's dann nach dem Bedampfen aus Smile :
   
Das Druckobjekt sollte beim Bedampfen möglichst wenig Berührungspunkte zur Aufstellfläche oder irgendwelchen Aufhängungen haben, da dort sonst Eindrücke oder Verschmelzungen entstehen könnten.

Aus Silberdraht hab' ich mir also diese Aufhängung zusammen gebogen und daran das Fan Duct in den Glasbehälter gehangen:
   
Das "Abtropfgitter" unten drin ist mittlerweile aus PETG. Der erste Versuch mit PLA hatte sich unter Temperatur zu sehr verbogen. Einfach ein passendes Gitter designen, drucken und ein paar Schrauben als Abstandshalter und Aufsteller durch.

Hier das nächste Objekt, diesmal nicht aufgehangen, sondern aus Ermangelung an Alufolie auf eine 2-Euro-Münze gestellt:
   
Ich würde das ABS-Objekt nicht direkt auf den PETG-Rost stellen, da beide Teile beim Bedampfen sonst miteinander "verschmelzen". Irgendwas metallisches dazwischen funktioniert als "Trennmittel".

Direkt nach dem Bedampfen nicht mit den Fettfingern auf der noch weichen Oberfläche rumgrabbeln! Erstmal abdampfen, abkühlen und aushärten lassen. Nach einer Stunde sollte alles wieder fest sein.

Stilleben auf Aluplatte:
   
Das war der erste Versuch mit einem Rost aus PLA. Wie gesagt, es wurde durch die Temperaturen weich und hatte sich nach ca. dreimaligem Benutzen schon ziemlich verbogen:
   
Der Deckel aus Filaflex beult beim Bedampfen wegen der Wärme ziemlich durch. Nach dem Abkühlen zieht er sich zwar wieder gerade, aber mittlerweile hab' ich trotzdem einen Deckel aus PLA. Dort oben drauf wird's nicht so warm, dass sich das PLA verformt und außerdem kann man bei Designen des Deckels gleich ein paar Löcher rein designen, wo später irgendwelche Aufhängungen der Druckteile durch befestigt werden können.
   
Und so mach' ich's: Den Glaskolben samt Inhalt und Deckel stelle ich auf die kalte Platte und erwärme diese auf 80°C. Der Boden des Gefäßes ist ca. 1mm hoch mit Aceton bedeckt. Die 6mm Aluplatte braucht eine Zeit zum Durchwärmen, bis die 80°C an der Oberfläche angekommen sind. Je nach Heizleistung bis zu 15 Minuten und so lange dauert's bei mir dann auch, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Durch das Glas kann man beobachten, ob der Vorgang schon nach fünf oder zehn Minuten beendet werden kann. Der Azentondampf schlägt an den Glaswänden nieder und man kann gut beobachten, wie er langsam aufsteigt. Man sollte mindestens die Höhe des Druckteils erreichen, damit es vollständig bedampft ist. Umso länger man bedampft, umso mehr geraten die Druckteile etwas außer Maß. Wenn es also auf Maßhaltigkeit ankommt, nicht zu lange bedampfen!
Bei meinem Fan Duct war die Maßhaltigkeit ziemlich egal und so hab' ich ihn bis "Vollglanz" bedampft.

Während des Bedampfens für frische Luft sorgen (Fenster auf) und vielleicht auch aus dem Raum gehen, wenn ihr sicher seid, dass nichts explodiert. Azetondampf ist leicht entzündlich und ihr solltet keine Kerze als Leuchtmittel daneben stellen.

Ein Hinweis noch in eigener Sache: Ihr handelt auf eigene Gefahr! Ich übernehme keine Kosten, die aus Schäden der Anwendung dieser Anleitung resultieren!

Kristall-Silber von M4P sieht auf diese Weise bdampft einfach nur bärenstark aus! Big Grin :
   
"Maßhaltigkeit" ist auch hier egal. Wer spürt schon, ob ein Knauf zum in die Finger nehmen einen halben Zehntel Millimeter dicker oder dünner ist? Wichtig war, dass er schön glatt ist. Wink
Wenn ich gerade etwas drucke, dann siehst Du das hier LIVE:
---> http://3dprinter.br0s.de/
---> http://hypercube.br0s.de/
 
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#19
Sehr geil! Danke für die Doku. Smile
LG Piet
 
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#20
Schöne bombe hast du da Glen Tongue wäre mir zu riskant Big Grin
 
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