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Erklärung der Simplify Settings
#11
"Advanced"

   

"Layer Modifications"

"Start printig at height"
hiermit kann man angeben ab welcher Höhe eines Bauteils der Druck beginnen soll.

"Stop printing at height"
Stoppt den Druck in angegebener Höhe
Mit diesen Einstellungen ist es möglich einen Druck automatisch zu stoppen um z.B. das Filament zu wechseln, oder etwas in einem Hohlraum einzufügen, z.B. eine Mutter.
Genauso kann man natürlich dadurch auch auf komplett andere Druckeinstellungen umschalten um z.B. zuerst einen großen Volumenkörper zu drucken und dann die Feinheiten die ganz andere Einstellungen benötigen.

"Slicing Behavior"
Das habe ich noch nicht getestet.

"Thin Wall Behavior"

"Only use perimeters for thin walls"
Bei der Aktivierung passt man die Perimeter automatisch der Thinwall an.
Mache ich nie, da Lücken so nicht gefüllt werden

"Allow gap fill when necessary"
Mit dieser Einstellung ist es möglich auch Thinwalls (dünne Wände) zu füllen.

"Allowed perimeter overlap"
Wenn bei schmalen Wanden eine Lücke zwischen den Perimetern bleibt ist es möglich hier eine zusätzliche zulässige Überlappung der Füllung einzustellen die diese möglich macht. Diese Einstelling wirkt sind nur auf schmale Spalten aus und hat mit dem sonstigen Innfill nichts zu tun. Damit kann man die sonst so oft vorkommenden Lücken in Objekten füllen.  Man muß dazu wissen, daß Simplify jeden Körper immer mit zwei Bahnen abfährt, egal wie schmal dieser ist. Ist er zu schmal wird die Bahn ausgelassen und nicht gedruckt. Um diese trotzdem drucken zu können paßt man die Einstellungen dazu im Reiter "Extruder" mit der "Extrusion Widht" durch eine manuelle Eingabe an.


"Ooze Control Behavior"

"Only retract wenn crossing open spaces"
veringert den Retrakt erheblich, da dieser nur noch ausserhalb/zwischen den Bauteilen durchgeführt wird.

"Force retraction between layers"
Erzwingnt eine Retrakt beim Übergang zwischen Layern, was die Oberfläche verbessern kann.

"Minnimum Travel for retraction"
Der eingegebene Wert bestimmt den minnimal notwendigen verfahrweg für einen Retrakt.

"Extruder ooze rate"
Gibt die maximale Förderleistung des Extruders vor. Sollte aber schon durch die Firmware vorgegeben sein.

"Only wipe extruder for outher-most perimeters"
Mit dieser Einstellung wird die Düse nur an den äusseren schichten abgewischt, was zeit spart und nach meine Erfahrungen keine negativen Auswirkungen auf die Oberfläche und Qualität hat.


"Tool Change Retraktion"

Diese Einstellungen sind nur Sinnvoll wenn man den Druck unterbricht und wieder beginnt.

"Tool change retraction distance"
Gibt an wie weit sich der Druckkopf vom Bauteil entfernt.

"Tool change extra restart distance"
Dieser wert gibt an um welche Strecke der Druckkopf überlappend, oder später wieder mit Der Arbeit beginnt.

"Tool change retraction speed"
Gibt die Geschwindigkeit vor mit der diese Bewegungen ausgeführt werden.
 
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#12
Das sind jetzt mal die aktuellen Settings soweit ich diese verwende.
Diese haben nur etwas mit der Vorschau und der Berechnung des G-Codes zu tun. Die Einstellungen zur Maschinensteuerung sind davon separat zu sehen ebenso wie die sonstigen Reparatur, manuellen Support und Bearbeitungsfunktionen die in Simplify geboten werden.
 
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#13
(12.04.2015, 13:48)Edwin schrieb: "Raft Offset" bestimmt die höhe mit der die das Hotend über dem Bett beginnt. Ich stelle da normalerweise maximal 0,5mm ein.

Hier eine kleine Korrektur:
Code:
Raft Offset determines how far the raft will extend beyond the part. Our 3.00mm setting means that the raft will be 3.00mm larger than the outline of the part.

Es geht nicht um einen vertikalen sondern um einen horizontalen Offset. Wie weit schaut der Raft über die Bauteilgrenzen hinaus?
Gruß

Bastian
 
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#14
Ups,...sorry,.... Angel

falsch rum gedacht.....
 
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#15
Zunächst vielen Dank an Erwin für seine umfangreiche Arbeit.

Ich habe diese als Grundlage verwendet und auf die Version 3.0.2 aktualisiert und z.T. auch modifiziert.
Die benutzten Quellen habe ich am Ende der Aufstellung angegeben.
Korrekturen und Ergänzungen von S3D-Usern sind willkommen.

Erklärungen der Simplify3D – FFF Settings  (Vers.3.0.2).    
             
(3D-Modell-Manipulationen und – Reparaturen, sowie weitere Funktionen welche im Haupt-menü, sowie in der Werkzeugleiste enthalten sind, werden hier nicht besprochen)
Zur Vereinfachung wird Simplify3D im Folgenden als “S3D“ abgekürzt.    
           
Haupt- / Schnelleinstellungen
Die erste Zeile beschreibt den Prozessnamen

In der zweiten Zeile " Select Profile" hat man die Möglichkeit, von S3D (für unterstützte Drucker) vorgefertigte Profile zu laden.

„Update Profile“  speichert vorgenommene Profiländerungen durch Überschreiben des bestehenden Profils

"Save as New"  speichert ein neu erstelltes /modifiziertes Profil unter neuem Namen

"Remove"  löscht ein Profil
“Auto-Configure for Material“ Hier wird das Filamentmaterial (bzw. die vorgefertigten Druckeinstellungen dazu) ausgewählt

“Auto-Configure for Print Quality“  Damit können die gespeicherten Einstellungen für Schnell(druck),d.h. mässige, mittlere bzw. hohe Qualität ausgewählt werden.

Mit den jeweiligen „+“ bzw. „-“ Tasten können weitere, neu definierte Materialien (z.B. Flexibles) bzw. Druck-Qualitäten (z.B. Extrem) gespeichert werden.

"General Settings"
Hier kann man zuerst mit dem Schieberegler den Infill schnell zu bestimmen, oder auch abzuschalten. Mehr als maximal 40% Füllung war bei mir noch nie notwendig und ein Mehr bringt nicht mehr Stabilität, sondern unter Umständen eine Überfüllung durch andere Einstellungen verursacht.
Dazu kann man noch “Include Raft“ und “Generate Support“ mit einem Häkchen ein- und ausschalten.

Mit der Taste “Show Advanced“ können die erweiterten Einstellungen in den nachfolgend beschriebenen
11 Reitern angewählt werden.




Reiter  "Extruder"

“Extruder List“
Im grossen Fenster links kann man Extruder auswählen, hinzufügen und entfernen.

"Overview"

"Extruder Toolhead Index"  Hier wird derjenige Extruder ausgewählt den man einstellen möchte (bei Dualextrudern)

"Nozzle Diameter"  Hier wird der Durchmesser der aktuell montierten Düse eingestellt. Mit der Angabe des Durchmessers hat man direkten Einfluß auf die Breite der extrudierten Bahnen und hat so z. B. weitere Einflußmöglichkeiten um offene Oberflächen zu schließen.

"Extrusion Multiplier" ist die grundsätzliche Einstellung des Flow (Fördermenge des Filaments). Diese Einstellung kompensiert eine allfällige Abweichung der effektiv extrudierten Filamentmenge vom berechneten Wert. Diese Einstellung ist extruderspezifisch (im Gegensatz zum Flow in der Firmware des Druckers).

"Extrusion Width" Hier kann man die Breite der aufgetragenen Filamentbahnen varieren. Bei „Auto“ wird der 1.2-fache “Nozzle Diameter“ eingetragen. Durch manuelle Eingabe ist es möglich, auch schmale Wände auszufüllen. Zu beachten ist, dass hier auch noch andere Eingaben, wie z.B. der “Flow“ einen Einfluss haben.


"Ooze Control"

“Ooze“ ist Filament, welches aus der Düse austritt, obwohl der Extrudermotor kein Filament fördert. Die Filamentmaterialien haben als Schmelzen unterschiedliche Viskositäten.

Mit dem Kästchen "Retraktion" kann man dieselbe ein und abschalten.

"Retraktion Distance" gibt an wie weit das Filament in die Düse zurückgezogen wird.
"Extra Retraktion Distance" gibt die Entfernung an, um welche Strecke vor dem Anfang einer neuen Bahn das Filament wieder gefördert wird wird um den optimalen Punkt zu finden und so Löcher in den Bahnen zu vermeiden.

"Retraktion Vertical Lift"  Hier hat man die Möglichkeit, die Düse eine eigegebene Distanz hochzufahren zwischen dem Übergang von Bauteilen und Bahnen. Gerade bei sehr feinen Objekten kann das sinnvoll sein.

"Retraction Speed" gibt die Rückzugsgeschwindigkeit des Filaments an. Diese kann bei höherviskosen Filament zweckmässigerweise langsamer sein.

" Coast at End" und " Coasting Distance" schaltet es ein und hier kann man einstellen wie weit die Förderung vor dem Ende der Bahn aufhört. Vorsicht, es sind auch negative Eingaben möglich.

"Wipe Nozzle" und „Wipe Distance" schaltet es ein und gibt an mit welcher Strecke die Düse beim Retract auf der Bahn abgewischt wird.
Das schafft  bei richtigen Einstellungen fehlerfreiere Übergänge am Ende einer Bahn.



Reiter "Layer"

"Layer Settings"

"Primary Extruder" hier kann man angeben für welchen Extruder welche Einstellungen gelten sollen (wenn man mit mehreren Extrudern arbeitet)

"Primary Layer Height" gibt an mit welcher Layerhöhe gedruckt wird.

"Top Solid Layers" hier werden die Anzahl der geschlossenen Deckschichten eingegeben. wie viele man benötigt ergibt sich aus dem Zusammenspiel aus der Layerhöhe und dem Infill. Es ist also eine Erfahrungssache die man testen muß, da auch hier auch noch andere Einstellungen mitwirken.

"Bottom Solid Layers" beschreibt aus wievielen geschlossenen Schichten der Boden bestehen soll.

"Outline/Perimeter Shells" mit dieser Eingabe wird die Anzahl der vertikalen Schichten bestimmt. Die Stärke der daraus entstehenden vertikalen Umhüllung wird auch durch die "Extrusion Width" mitbestimmt.

Bei der "Outline Direktion" kann man angeben ob die Perimeter Shells von innen nach aussen, oder aussen nach innen gedruckt werden. In der Regel (besonders bei Überhängen) ist „Inside-Out“ am sinnvollsten.
Mit der Einstellung “Outside-In“ erzielt man eventuell eine schönere Oberfläche.

"Print Islands sequentially without optimazation" sollte man nur für schnelle Versuche ohne Ansprüche verwenden da dadurch alle Optimierungen in Bauteilen ignoriert werden.

"Single outline corkscrew mode (Vase Mode) ist wirklich nur für Vasen geeignet. Dadurch wird eine einzige Perimeter Shell in einem Spiralmodus hochgedruckt. Ein Infill ist  in diesem Fall nicht möglich.


"First Layer Settings"

Wichtig: Eine gut aufgetragene erste Schicht ist die Grundlage eines erfolgreichen Drucks.

"First Layer Height" hier ist es möglich und sehr sinnvoll, gerade bei Layerhöhen unter 0,1mm, oder bei einem nicht so perfekten Druckbett den ersten Layer höher zu drucken, Die Haftung am Bett wird dadurch auch verbessert. Eine "First Layer Height" von ca. 0,2mm ist ein guter Wert.

"First Layer Width"  Damit kann man dem ersten Layer mehr Flow geben um ihn besser zu schließen,  Unebenheiten besser auszugleichen und eine bessere Haftung zu erzielen.

"First Layer Speed" Hier kann man die Druckgeschwindigkeit der ersten Schicht reduzieren was die Haftung auf dem Druckbett verbessert.

"Start points"

"Use Rrandom start points for all Perimeters"  Damit werden die Startpunkte jedes Layers gleichmäßig über das ganze Bauteil verteilt und bei jedem verschoben. Nicht empfehlenswert.

"Optimize start points for fastes Printing speed"  Hat sich bewährt und beschleunigt den Druck. Bei bestimmten Drucken ist es aber sinnvoll den Startpunkt selbst festzulegen da man diesen immer an der Oberfläche des Bauteils erkennen kann, was man beim nächsten Punkt "Choose start point closest to specific location" festlegt.



Reiter “Additions"

"Use Skirt / Brim"

"Skirt Extruder" hier kann man angeben welcher Extruder (bei Dualextrudern) ein Skirt bzw. Brim drucken soll.
"Skirt Layers" bestimmt die Anzahl der Layer die der Skirt hochgedruckt werden soll. Für Dualextruder kann man so eine Abstreifwand um das Bauteil mit hochdrucken.

"Skirt Offset from Part" hier wird der Abstand zum Bauteil angegeben mit dem dieses dann umfahren wird. Steht hier die Distanz Null, so wird ein sog. Brim gedruckt.

"Skirt Outlines" gibt an wieviele Linien um das Bauteil gezogen werden. Bei kleinen Bauteilen sollte man genügend Outlines wählen, damit das Hotend mit frischem Material “gespült“ wird.

Ein Skirt bietet am Druckbeginn folgende Kontrollmöglichkeiten:
- Wird ausreichend Material aus der Düse extrudiert ?
- Ist die Druckplatte korrekt ausgerichtet (konstante Schichtdicke in jeder Richtung, soweit dies von blossem Auge erkennbar ist) ?
- Wird die (wichtige) erste Lage sauber aufgetragen und haftet sie auf dem Druckbett ?


"Use Raft"

Diese Option sollte nur für Spezialfälle genutzt werden.
Das Raft ist ein flächiger Unterbau der unebene Druckbetten ausgleicht und eine bessere Bauteilhaftung auf dem Druckbett ermöglicht, besonders wenn das Bauteil praktisch nur auf Support gedruckt werden muß.    Für den Druck mit ABS wird oft ein Raft vorgeschlagen; wenn jedoch der Bauteilboden eben ist, wird zweck-mässiger ein Brim eingesetzt.

"Raft Extruder" gibt an, welcher Extruder das Raft drucken soll.

"Raft  Layers" bestimmt die Anzahl der Schichten aus denen das Raft gedruckt wird.

"Raft Offset from Part" bestimmt, wieweit das Raft über den Umriss des Bauteils hinausragt. Dies dient als Hilfe beim Abtrennen des Rafts vom Bauteil.

"Separation Distance" definiert einen Abstand zwischen Bauteil und Raft wodurch sich das Bauteil später leichter ablösen läßt. (Haftung des Bauteils ?)

"Raft Infill" Hiermit bestimmt man Fülldichte des Rafts. Diese sollte mindestens 50% betragen (tiefere Werte
Bewirken u.U. eine schlechte Haftung des Bauteils).

"Disable Raft Base Layers" kann man eigentlich immer einschaltet lassen, da es die unnötigen untersten Schichten verhindert (vorausgesetzt, das Druckbett ist sauber ausgerichtet und plan).


“Use Prime Pillar“

Diese Funktion soll in folgenden Fällen eingesetzt werden: Beim Dual Druck, oder wenn mit einem Spezial-Hotend mit einer Düse mehrere Filamente verarbeitet werden (z.B. E3D CYCLOPS).
Dabei wird bei einem Filamentwechsel der Prime Pillar immer als Erstes gedruckt, um die Düse auf den Druckeinsatz vorzubereiten und aus der Düse gesickertes Filament abzustreifen.

Folgende Parameter können definiert werden:
“Prime Pillar Extruder“
“Pillar Width“
“Pillar Location“ (Lage in Relation zum Druckobjekt)
“Speed Multiplier“

“Use Ooze Shield“

Für Dual Printing wird die Verwendung dieser Option sehr empfohlen. Wenn ein Dual Extrusion-Profil eingestellt wird, wird diese Option als Default miteingestellt.

“Ooze shield Extruder“  Es kann ein Extruder, bzw. vorzugsweise beide Extruder angewählt werden.

“Offset from Part“ Hier kann der Abstand des Ooze Shields vom Druckteil festgelegt werden. Der Abstand soll gross genug sein, damit ein Retract dazwischen ausgelöst wird (v.a. bei PLA- und PVA-Filament

“Ooze Shield Outlines“ Hier kann die Dicke (Anzahl Outlines) des Shields eingestellt werden. Wenn zwei Extruder angewählt sind und 2 Outlines eingestellt wurden, werden 2 Outlines gedruckt. Es sollten minde-stens 2 Outlines gedruckt werden, damit der Shield sicher auf der Bauplatte hält.

“Sidewall Shape“   Die Einstellung Vertical hat denselben Effekt, wie wenn ein Skirt mit der Höhe des Bauteils hochgezogen wird.
Die Einstellung Contoured folgt der Form des Druckteils, selbst wenn dies bedeutet, dass der Ooze Shield am Druckbeginn enger war, als in höheren Partien des Druckteils.

“Sidewall Angle Change“  Dies ist der maximale Überhang-Winkel mit welchem Ooze Shield in den Einstel-lungen Contoured oder Waterfall druckt. Dieser Winkel soll deutlich kleiner sein als der übliche Überhang-Winkel für Standard Support Material Druck.  


Reiter "Infill"

“General“

"Infill Extruder" gibt bei Dualeextrudern an, welcher den Infill drucken soll.

"Internal Fill Pattern" hier kann man die Füllstruktur einstellen. In der Regel wird hier "Rectiliniar" verwendet.
Weitere Möglichkeiten sind: “Honeycomb“ (Bienenwaben-Muster), “Triangular“ (Dreieckmuster) und “Wiggle“ (Zickzack-Muster).

"External Fill Pattern"  Der (etwas merkwürdige) Slicing-Fachausdruck “External Infill“ definiert die äusserste – sichtbare – Schicht eines (fertigen) Druckobjekts. Mögliche Einstellungen für das Druckbild sind “Rectilinear“ und “Concentric“.

"Interior Fill Pecentage" stellt die Füllungsdichte in % ein (höhere Werte als 40% sind selten notwendig). Wenn darauf eine flache Deckschicht folgt, sollten mindestens ca. 20% Infill eingesetzt werden.

"Outline Overlap" diese Einstellung gibt an wie weit das Infill über die Perimeter Shells druckt.

Eine Einstellung von 24% ist ein guter Wert, bei weniger kann es bei spitzen Winkeln dazu kommen, daß sich das Infill nicht mit den Shells verbindet.

"Infill Extrusion Width" mit dieser Einstellung kann man den Flow (Filamentfördermenge) für das Infill separat regeln.
Allerdings steigert es auch bei mehr als 100% den Infill da ja mehr Material verarbeitet wird und es kann so im Extremfall zu einer Überfüllung kommen.
Dafür kann man damit aber die Gitterstruktur verstärken was einen deutlichen Festigkeitszuwachs bringt.

"Minimum Infill Length" Hier stellt man ein, ab welcher Infill-Länge der Infill erst beginnt.

"Print Sparse Infill Every" Hier kann man einstellen, daß der Infill nur alle X Layer gedruckt wird. Diese Einstellung ist wenig sinnvoll.

Das ist besonders bei geringen Layerhöhen interessant und spart Druckzeit. Ist aber nur möglich innerhalb der für die Düse maximalen Layerhöhe. Wenn diese 0,5mm ist kann man erst ab einer Layerhöhe von 0,25mm jedes zweite Mal das Infill drucken. Bei geringeren Layerhöhen auch mehr.

"Include solid diaphragm every … layers"  Hiermit kann man alle X Layer einen geschlossenen Layer ins Infill drucken. Ist aber nicht notwendig.

"Infill Angles"
Hier kann man den Winkel des Infills angeben und beliebige Gitterstrukturen durch die Eingabe mehrerer Winkel erzeugen.


Reiter "Support"

“Support Material Generation“

Zu Beginn gibt es wieder neben dem Kästchen zum ein- und abschalten des Supports auch wieder die Auswahl des Extruders der den Support drucken soll analog den vorherigen Beschreibungen.

"Support Infill Pecentage" Hier kann man die extrudierte Menge des Supports einstellen. Diese sollte so gering wie möglich sein, so daß der Support gerade noch stabil ist. Werte je nach Filament zwischen ca. 15 und 30% sind zweckmässig. Bei einer zu hohen Einstellung ist es schwierig den Support wieder zu entfernen, da er stabiler wird (und zudem mehr Material verbraucht).

"Extra Inflation Distance" Dieser Wert bestimmt wie weit der Support seitlich über das Objekt hinaus ragt. Diese Einstellung ist dann besonders interessant wen der Support schmal und hoch ist. So kann man diesen verbreitern und standfester machen.

"Dense Support Layers" Hiermit kann man die Höhe (z.B. 5 Lagen) einer dichteren Supportlage festlegen.
Durch die Verwendung von Dense Support kann z.B. der Hauptanteil Support (mit geringer Dichte) schneller gedruckt werden und die Dense Support – Schicht gewährleistet eine gute Abstützung des Druckobjekts (s.a. das YouTube-Video “Dense Support Structures“).

" Dense Infill Pecentage" Mit dieser Einstellung wird die aufgebrachte Menge der zuvor eingestellten Trennschichten bestimmt.
Mehr bedeutet eine bessere Oberfläche und schlechtere Ablösung durch mehr Bahnen. Weniger bedeutet eine bessere Ablösung und schlechtere Oberfläche da weniger Bahnen aufgebracht werden die mehr Verbindungspunkte erzeugen.  30% ist ein geeigneter Wert.

"Print Support Every Layers" Hier kann man wie beim Infill einstellen ob der Support bei jedem Layer, oder nur jeden x-ten Layer gedruckt wird.
Das spart Zeit, ist aber erst möglich wenn die Layerhöhe unter der Halben maximalen Layerhöhe eingestellt ist. Bei Layerhöhen von nur 0,02mm kann man da auch schon mal 8 einstellen.

"Separation From Part"

"Horizontal Offset From Part" Diese Einstellung bestimmt den horizontalen Abstand des Supports vom Bauteil.
Günstige Einstellungen sind  0,8 bis 1,2 mm Wenn man den Support zu nah ans Bauteil rückt verbindet dieser sich gerne damit. Bei zu großem Abstand beeinflußt es die Oberfläche durch den dann notwendigen weiten Brückenschlag negativ.

"Upper Vertical Separation Layers" gibt an ob an der Oberseite ein oder mehrere Layer Abstand gelassen werden.
Das kann das Entfernen des Supports sehr einfach machen, verschlechtert aber die Oberfläche deutlich und muß getestet werden.
Bei Verwendung von wasserlöslichem Support (Dual Printing) muss kein Abstand eingesetzt werden, was eine schönere Bauteil-Kontaktfläche ergibt.

"Lower Vertical Separation Layers" Hat denselben Effekt an der Unterseite des Supports.
Dabei muß man aber berücksichtigen, daß hier der Support auf eine Oberfläche aufgetragen wird und so die Oberfläche weniger beschädigt. Dafür steht der Support instabiler.

"Automatic Placement"

“Support Type“: “Normal“ platziert Support überall wo es notwendig ist, d.h. sowohl von der Druckplatte bis zum Bauteil, als auch zwischen verschiedenen Partien des Bauteils.

Die Option “From Build Platform Only“ platziert Support nur zwischen Druckplatte und dem Bauteil.

"Support Pillar Resolution"
Der Support wird in einer fortlaufenden, eckigen Wellenlinie aufgetragen. Diese Einstellung gibt den Abstand der parallel laufenden Linien zueinander an. Je nach der Grösse und Detaillierung des Druckobjekts ist dieser Wert grösser oder kleiner als der Default von 4 mm zu wählen.

" Max Overhang Angle"
Eine wichtige Einstellung die an einem Testteil ausprobiert werden sollte. Hier wird eingegeben, ab welchem Überhang in Winkelgraden der Support ansetzt.
Wie hoch man diesen Winkel einstellen kann ist abhängig vom Druckertyp, dem Filament, der Aufbaurichtung der Perimenter Shells und der Layerhöhe.

Mit 0,3mm Schichthöhe kann man in der Regel bis zu  einem 50° Winkel sauber drucken. Mit 0,02 mm Layerhöhe  sind bis 85° möglich. Je größer der Überhang-Winkel gewählt wird, desto geringer wird der Support- bedarf und der Abstand zum Bauteil wächst.

"Support Infill Angles"
Hier kann man den Winkel des Supports zum Druckbett oder ein Muster ähnlich wie beim Infill einstellen. Ein 45° Winkel hat sich bewährt.



Reiter "Temperature"

"Temperature Controller List"

Im linken Fenster kann man fast beliebig für verschiedene Anwendungen wie mehrere Extruder, das Heizbett oder auch für den Bauraum Temperaturprofile einfügen.
Durch Anklicken der jeweiligen Heizelemente im linken Fenster können die entsprechenden Einstellungen aufgerufen werden.

"Overview"

"Temperature Identifier"
Damit kann man wieder verschiedene Heizungstypen spezifizieren.

"Temperature Controller Type"
Hier kann man zwischen Extruder und Heizbett umschalten. Einen “Extruder“ kann man auch für andere Temperatursteuerungen, z.B. eine Bauraumheizung verwenden.

"Relay Temperature Controller between Each"
Hier kann man zwischen der Ansteuerung einzelner Layer, oder dem gesammten (Loop) Bauteil umschalten.

"Wait for temperature Controller to stabillize before beginning build"
Dieser Punkt sollte immer aktiviert sein. Damit beginnt der Druck erst dann wenn die eingestellten Temperaturen erreicht sind.

"Per-Layer Temperature Setpoints"
Hier können die im linken Fenster ausgewählten Settings eingestellt werden.

"Add Setpoint" Erzeugt einen neuen Startpunkt ab dem eingegebenen Layer mit der angegebenen Temperatur .

"Remove Setpoint"
Löscht einen markierten Startpunkt.

Es ist möglich beliebig viele Startpunkte einzugeben und so z. B. das Heizbett mit 130°C beim ersten Layer zu starten und ab dem 2 Layer auf 110°C zurückzufahren.


Register "Cooling"

"Per-Layer Fan Controls"
Hier kann man wie zuvor bei den Temperaturen für beliebige Layer beliebige Lüftergeschwindigkeiten eingeben, oder auch wieder löschen.

"Fan Options"
Startet den Lüfter ohne weitere Einstellungen mit voller Drehzahl aus dem Stillstand.

"Speed Overrides"

Hier kann man die minimale Zeit und Geschwindigkeits-Reduktion für den Druck eines Layers  einstellen. Das ist besonders bei fillegranen Objekten sehr sinnvoll um dem Material Gelegenheit zu geben, vor dem nächsten Auftrag sich genügend abzukühlen (verfestigen) zu können.

"Fan Overides"

"Increase fan speed for layers below… sec"
Wirkung analog „“Speed overrides“

"Maximum cooling fan speed"
Mit dieser Einstellung kann die maximale Lüfterleistung begrenzt werden. Wichtig z.B. bei ABS-Filament.


"Bridging fan speed override"
Bei Aktivierung fährt die LüJerleistung bei Brücken auf den eingestellten Wert, aber nur zum drüberspannen der Brücke.




Register "G-Code"

(Grundsätzlich sollte man hier nur Veränderungen vornehmen, wenn man genau weiss, was man tut  ;-D  ) Normalerweise sind hier keine Anpassungen notwendig.

"G-Code Options"
Diese Option bewirkt eine veränderte Berechnung der G-Codes. So werden Rundungsfehler korrigiert und der Ausdruck auf manchem Drucker genauer. Allerdings geht es einher mit einem rechenintensiveren Slicen.

“5D firmware (include E-dimension)“  5D Firmware heisst, dass der Drucker X, Y, Z, Geschwindigkeit und extrudierte Menge unterstützt. Dazu sind praktisch alle aktuellen Drucker in der Lage.




"Global G-Code Offsets"
Hier kann man den Versatz (Abstand der beiden Düsen-Zentren) der Düsen bei Dual-Extrusion einstellen (funktioniert jedoch nur mit einzelnen Prozessen; womöglich in der Firmware des Druckers fest einstellen).

"Update Machine Definition"

Mit der Aktivierung können fertige Einstellungen und der Druckertyp aus der Auswahl übernommen werden.

"Build volume"
Hier wird die wirkliche Dimension des Bauraums eingegeben. Dieser bezieht sich hier nur auf den erstellten G-Code und hat nichts mit den Einstellungen in "Tools" und Options" zu tun, die nur für die Maschinen-steuerung von Simlify3D gelten. Beide Bauraumdimensionen sind zwei vollkommen getrennte Dinge.

"Origin offset"
Dieses Offset nimmt direkten Einfluß auf das Homing. Hier kann z.B. eine separate Druckunterlage in der Z-Achse berücksichtigt werden wenn deren Höhe genau bekannt ist, ohne das Bett neu einstellen zu müssen, ebenso wie eine Feinanpassung hier möglich ist. Im Zweifel aber lieber die Finger weg und wenn in jedem Fall zuvor testen.

"Homing dir"
Sollte man die Finger lassen wenn man nur jeweils einen Endschalter pro Achse hat. Ansonsten kann man das Homing hiermit umstellen und ziemliches Chaos verursachen

"Flip build table axis"
Verdreht je nach Einstellung nur die Voransicht des Bauraums so wie es beim jeweiligen Drucker erforderlich ist.

“Toolhead offsets“  ???

“Update Firmware Configuration“  
"Firmware type"
"Baud rate"


Register "Scripts"

(Grundsätzlich sollte man auch hier nur Veränderungen vornehmen, wenn man genau weiss, was man tut  ;-D  )

Reiter "Starting Script"
Hier ist der Ablauf des Druckerstarts, beginnend mit dem Homing und dem Füllen der Düse eingegeben.

Reiter "Layer Change Script"
???

Reiter "Retraction Script"
???

Reiter "Tool Change Script"
Wenn mehrere Extruder eingesetzt werden, können hier verschiedene Funktionen definiert werden.

Reiter "Ending Script"
Hier ist der Ablauf nach Beendigung der letzen gedrucken Bahn eingegeben.
Der Drucker fährt hier in der letzten Höhe der Z-Achse an den X-Endschalter und schaltet das Hotend, Heizbett, den Lüfter und alle Schrittmotoren ab.

Vorsicht, Auf keinen Fall ein komplettes Homig eingeben wie es bei Start gemacht wird, da so das zuletzt gedruckte Bauteil in jeden Fall beschädigt wird.

"Post Processing"
Diese Einstellungen werden nur für Makerbot / Sailfish Drucker benötigt.

"Additional terminal Commands for post processing"

Diese Einstellungen werden nur für Makerbot / Sailfish Drucker benötigt.

Beispiele für den Einsatz von Scripts finden sich in https://forum.simplify3d.com/viewtopic.php?f=8&t=1959 (Tip of    the day 8 – Scripts tab, G-Code).



Register "Other"

(Unter diesem etwas nichtssagenden Titel sind einige wesentliche Einstellungen vorzunehmen, welche sich mit solchen in anderen Registern gegenseitig beeinflussen).

"Speeds"

"Default Printing Speed"
Das ist die grundsätzliche Druckgeschwindigkeit, aber nicht die wirkliche. Diese kann in "Tools"/Options" zwischen mm/s und mm/min umgestellt werden. Sie wird noch durch andere Geschwindigkeitseinstellungen beeinflußt.

"Outline Underspeed"
Gibt die Geschwindigkeit der äussersten Perimeter Shell (Umfassung/Aussenlinie) an. Umso langsamer, desto besser werden in der Regel die Oberflächen.

"Solid Infill Underspeed"
Da man das nicht sieht kann man es so schnell einstellen, dass der Faden gerade nicht abreißt. Da man es später nicht sehen kann ist das Aussehen untergeordnet und nur die Funktion wichtig.

"Support Structure Underspeed"
Auch hier spielt das Aussehen eine untergeordnete Rolle da der Support ja entfernt wird. Man druckt einfach so schnell wie der Support noch seine Funktion erfüllt.

"X/Y Axis Movement Speed"
Gibt die Geschwindigkeit der Leerfahrten an. Hier gilt, schneller als der Druck, aber zu schnell schadet der Positioniergenauigkeit der Düse am neuen Objekt. Es ist auch sehr stark druckerabhängig.

"Z Axis Movement Speed"
ist in der Regel weniger kritisch, da die Verfahrwege sehr kurz sind und die Untersetzung deutlich höher, aber trotzdem auch Druckerabhängig. Beim Delta sollte es nicht höher als der Druckspeed sein.




"Dimensional Adjustments"

"Horizontal Size Compensation"  Mit dieser Einstellung kann verhindert werden, dass beim sog. „Print in Place Druck“ nahe beieinanderliegende Objektteile (z.B. in einem Planetengetriebe oder anderen beweglichen Teilen   wie etwa Scharnieren) verschmelzen. Der gewünschte Abstand kann hier definiert (oder angepasst) werden.
NB. Die Kompensation erfolgt nur in horizontaler Richtung.

"Filament Properties"

"Filament Diameter"
hier wird der genaue mittlere Durchmesser des Filaments eingegeben. Die Eingabe hat direkten Einfluß auf den Filamentdurchsatz des Extruders und auf die Einstellung des "Extrusion Multiplier" im Reiter "Extruder".

Hier ist es möglich für eine Feinabstimmung den Durchmesser zu ändern. Weniger Durchmesser bedeutet einen höheren Durchsatz.

"Filament Price"
Ist nur für die Berechnung der Filamentkosten des Bauteils da und hat keinerlei Einfluß auf den Druck.

"Filament Density"
Hier wird die Dichte des Filaments eingegeben. Dient nur zur (groben) Ermittlung des Gewichts des Druckteils.  

"Bridging" (Brückenschlag)

"Unsupportet area thereshold"
gibt an ab welcher nicht unterstützten Fläche in Quadratmillimeter die folgenden Einstellungen zum Tragen kommen.

"Extra inflation distance"

"Bridging extrusion multiplier"
Hier kann man den Flow (Filamentfördermenge) über einen Brückenschlag einstellen.
Durch die höhere Geschwindigkeit sollte je nach Filament der Flow etwas unter der höheren Geschwindigkeit eingestellt sein, damit sich genug Spannung aufbauen kann und der Faden nicht durchhängt, aber genug um ein Abreissen zu vermeiden.

"Bridging speed muliplier"
Gibt die Geschwindigkeit für den Brückenschlag vor. Schneller ist hier immer besser.



Register "Advanced"

"Layer Modifications"
Hier muss normalerweise nichts verändert werden.

"Start printing at height"
Hiermit kann man angeben ab welcher Höhe eines Bauteils der Druck beginnen soll.

"Stop printing at height"
Stoppt den Druck in angegebener Höhe.

Mit diesen Einstellungen ist es möglich einen Druck automatisch zu stoppen um z.B. das Filament zu wechseln, oder etwas in einem Hohlraum einzufügen, wie z.B. eine Mutter.
Genauso kann man natürlich dadurch auch auf komplett andere Druckeinstellungen umschalten, um z.B. zuerst einen großen Volumenkörper zu drucken und anschliessend eine detailreiche Partie, welche andere Einstellungen benötigt.

"Slicing Behavior"

“Non manifold segments“  Hier wird normalerweise die Einstellung Heal verwendet, um solche Mesh-Fehler zu reparieren.

“Merge all outlines into a single solid model“  Wird eingesetzt, wenn Modelle mit Mesh-Fehlern, oder Modelle im Vase Mode gedruckt werden. Achtung: Schraubenlöcher in einem Block werden damit verschlossen !

"Thin Wall Behavior"

"Only use perimeters for thin walls"
Bei der Aktivierung passt man die Perimeter automatisch der Thin wall an. Ritzen zwischen den Bahnen werden nicht mit Infill ausgefüllt.

"Allow gap fill when necessary"
Mit dieser Einstellung ist es möglich auch Thin Walls (dünne Wände) zu füllen.

"Allowed perimeter overlap"
Wenn bei schmalen Wänden eine Lücke zwischen den Perimetern bleibt, ist es möglich hier eine zusätzliche zulässige Überlappung der Füllung einzustellen die diese möglich macht. Diese Einstellung wirkt sind nur auf schmale Spalten aus und verändert den übrigen Infill nicht. Damit kann man die sonst so oft vorkommenden Lücken in Objekten füllen.

"Ooze Control Behavior"

"Only retract wenn crossing open spaces"
veringert  Retractions erheblich, da diese nur noch beim Überqueren von freiem Raum (ausserhalb, bzw. zwischen den Bauteilen) durchgeführt wird.

"Force retraction between layers"
Erzwingt eine Retraktion beim Übergang zwischen Layern, was die Oberfläche verbessern kann. Empfohlen.

"Minimum travel for retraction"
Der eingegebene Wert bestimmt den minimal notwendigen Verfahrweg welcher einen Retract. auslöst.

"Perform retraction during wipe movement"  

"Only wipe extruder for outer-most perimeters"
Mit dieser Einstellung wird die Düse nur an den äusseren Schichten abgewischt, was Zeit spart und keine
negativen Auswirkungen auf die Oberfläche und Qualität hat.

"Tool Change Retraktion"
Diese Einstellungen sind nur sinnvoll wenn man den Druck unterbricht und fortsetzt. Damit soll z.B. bei Dual Extrusion vermieden werden, dass der inaktive Extruder aus der Düse leckt.

"Tool change retraction distance"
Gibt an wie weit sich der Druckkopf vom Bauteil entfernt.

"Tool change extra restart distance"
Dieser Wert gibt an um welche Strecke der Druckkopf überlappend, oder später wieder mit der Arbeit beginnt.

"Tool change retraction speed"
Gibt die Geschwindigkeit vor mit der diese Bewegungen ausgeführt werden.


________________________________________


Zum Schluss noch ein Tipp: Um die Wirkungen von vielen S3D-Einstellungen zu simulieren, kann ein geeignetes Objekt gesliced werden. Im „“Preview Mode“ wird das Ergebnis visualisiert.



Benützte Unterlagen / Weitere Informationen
http://www.3d-druck-community.de/thread-192.html   Erklärung der S3D Settings,  Forum-Beitrag von Edwin (deutsch) basierend auf der Vers. 2.2.2. Ein wesentlicher Teil davon wurde in diese Zusammenstellung übernommen.
https://www.simplify3d.com/support/tutorials/   Tutorials zu 9 Themen (englisch)
YouTube- Kanal von Simplify3D  Darin befinden sich derzeit 15 (englischsprachige) Tutorial-Videos
https://forum.simplify3d.com/viewtopic.php?f=8&t=2367  Tip of the Day Compilation: FFF Settings Window Beiträge im S3D-Forum, welche die meisten Settings erläutern. Diverse Einstellungen der Software-Versionen 3.x sind darin nicht erwähnt.
https://www.reddit.com/r/3Dprinting/comments/3ldzlp/s3d_settings_compendium_s3d_302/   S3D Settings Compendium (S3D 3.0.2)  Englischsprachige Erklärungen. Als „Kompendium“ etwas knapp gefasst.
http://jinschoi.github.io/simplify3d-docs/  Inofficial Simplify3D Documentation (englisch); basiert auf einer älteren (2.x)   S3D – Version
https://www.multec.de/Simplify3D-bei-Multec-die-professionelle-3D-Drucker-Software  Diverse Kurzanlei-tungen zu S3D. Es werden dort auch Themen besprochen, welche in dieser Zusammenstellung nicht behandelt werden.


25.10.2015  PB

P.S.   Die hier vorliegende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
         Der Verfasser nimmt Korrekturen und Kommentare gerne entgegen (paul.banziger@ggaweb.ch
 
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#16
Danke für das Update. Interessantes Vorstellungspost. Wink
AchtungOffizielle 3DDC T-Shirts - Elektrolyte... Einstellfahrplan
1. Das Bundesministerium für Wissenschaft hat bestätigt -  lesen gefährdet die Dummheit!
2. Kaum macht man es richtig, funktioniert es. Aber nur weil etwas funktioniert, hat man es nicht zwingend richtig gemacht ...
3. Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden Dinge berechenbar.
4. Es sind die unscheinbaren kleinen Handgriffe die beim 3D Druck zum  Erfolg führen, schludern rächt sich überall, auch wenn man nicht mehr daran denkt.
 
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#17
Hi Paban,

erstmal herzlich willkommen im Forum.... Big Grin

Prima, daß Du es aktuallisiert hast. Ich hatte bis jetzt leider noch keine Zeit dazu.... Wink

Gruß Edwin
 
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#18
Bei den Ausführungen von Edwin (die sehr gut sind) sah ich, dass die ganzen Speedangaben in mm/s angegeben sind.

Meine S3D Installationen haben beim NEO Profil immer mm/min - hat jemand von euch den Punkt gefunden, wo ich diese Maßeinheiten umstellen kann?
Oder hab ich Tomaten vor den Augen?

MfG,
Mike
 
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#19
Du mußt oben nur auf "Tools" und "Options" gehen.
In denm popup-Fenster das dann aufgeht kannst Du es auf der ersten Seite umstellen.

Als ich die Settings beschrieben habe gab es diese noch nicht. Da die Einstellungen aber nach wie vor gültig sind habe ich es nicht neu gemacht.
 
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#20
Question 
Hallo, Ich habe ein Da Vinci 1.0 und würde gerne die Druckerinformationen in S3D ein geben. Ich habe die Version 3.0.2
Leider finde ich bei dem Configuration Assistant mein Drucker nicht. Nicht mal andere werden angezeigt! Wie bekomme ich mein Drucker in S3D rein?

[Bild: http://fs5.directupload.net/images/160222/temp/hltzddve.jpg]

PS: vielen dank für die Übersetzungen  Thumb up

mfg Lehmi
 
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